Nachdem die bayrische Regierung so vehement dagegen vorgegangen ist, dass die Sportwetten sich einen Platz auf dem freien Markt erkämpfen und die Vermarktung eben dieser unterbunden hat, wird jetzt von einer Öffnung des Sportwettenmonopols in Bayern gesprochen.

Bayern war bisher bekannt dafür, dass das deutsche Bundesland ein harter Gegner der Sportwetten darstellte. So verhängte Bayern unter Anderem auf dem Fußballplatz das Werbeverbot für Sportwettenanbieter, wie zum Beispiel in Form von dem Verbot für Real Madrid in der Allianz Arena in Bayern die Trikots mit dem Firmenlogo des Sportwettenanbieters Bwin tragen zu dürfen.

Weitere Sportvereine wie 1860 München, die ihren Sponsor nicht behalten durften und AC Mailand, der wegen der Trikotwerbung eine Geldstrafe verbüßen musste, litten unter der strengen Regelung Bayerns. Diese und weitere Beispiele stehen für die Härte, mit der das Bundesland gegen die Sportwetten ankämpfte.

Umso überraschender ist es nun, dass genau in diesem Bundesland von der Liberalisierung des Glücksspiels gesprochen wird. Wenn Bayern das Monopol auf die Sportwetten aufgibt, dann drohen damit weitere Gefahren für Glücksspielsüchtige und auch für die Kassen der Bundesländer. Denn mit der Öffnung des Sportwettenmonopols würde das Lottomonopol in Gefahr geraten.

Der Regierung würden die Argumente für die Monopole ausgehen und damit würde sowohl die Suchtgefahr enorm steigen als auch der fehlende Schutz der Jugend. Darüber hinaus könnte das große Löcher in die Kassen der Bundesländer reißen, welche auf Milliardenhöhe geschätzt werden.