Das Thema wurde schon als wahlkampffähig bezeichnet und die SPÖ plant beim Bundesparteitag im Oktober einen entsprechenden Antrag einzureichen, der durch den vom roten Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter unterstützt wird. In Wien wurde das kleine Glücksspiel bereits abgeschafft.

Kräuter gibt an, dass er bereits in der Steiermark für die Abschaffung des kleinen Glücksspiels gestimmt habe. Diese Meinung würde der Politiker laut eigener Aussage auch bei Abstimmungen auf Bundes- oder Landesebene vertreten.

Er sei sich durchaus bewusst, dass die Abschaffung des kleinen Glücksspiels auch neue Probleme mit aufbringen könnte, wie beispielsweise die Gefahr, dass das kleine Glücksspiel in die Illegalität abrutsche. Auf diese Möglichkeit müsse man natürlich vorbereitet sein, so Kräuter.

In der Steiermark ist die Entscheidung bereits gefallen und das kleine Glücksspiel wurde abgeschafft. Nikolaus Kowall sprach sogar direkt im Anschluss davon, dass dies das Ende für das kleine Glücksspiel in Österreich bedeuten würde. Laut Aussage verschiedener Politiker könnte das Thema der Abschaffung des kleinen Glücksspiels nicht uninteressant für den Nationalratswahlkampf werden.

Die SPÖ setze sich grundsätzlich für sozial Schwache ein und aus diesem Grund sei es auch nachvollziehbar, dass die Partei für die Abschaffung kämpfe, da damit den spielsüchtigen Personen und denjenigen, für die die Spielsucht eine Gefahr darstellt, unterstützend unter die Arme gegriffen werden kann. Unter der überschrift "Sozialpolitik" könnte dies laut Hofer ein guter Slogan für den Wahlkampf werden. Kräuter äußerte sich zu dem Wahlkampfthema in Bezug auf die SPÖ jedoch nicht.

Nicht nur in die Politik sondern auch in der Bevölkerung gäbe es viele Stimmen gegen das kleine Glücksspiel. Laut Kowall seien einzig die Anbieter dafür, dass das kleine Glücksspiel weiterhin legal bleiben darf. Das Thema scheint besonders in der SPÖ Spuren zu hinterlassen, was die Rede von Max Lercher, Landtagsabgeordneter in der Steiermark, und Wolfgang Moitzi, Vorsitzender der Sozialistischen Jugend, beim Landesparteitag in der Steiermark zeigte.

In dieser Rede machte Moitzi seine Meinung bezüglich des Novomatic-Bosses Johann Graf mehr als deutlich. Er gab an, dass der Novomatic Chef vor einigen Jahren noch weiter unten auf der Rangliste der reichsten Männer stand und bis heute rund 200 Plätze hoch gerutscht sei.

Dies würde laut Moitzi zeigen, wie viel die Spielsucht anrichte, da Leute wie Graf in seinen Augen ihr Leben von den Spielsüchtigen finanzieren lassen.