Der Konzern Casinos Austria distanziert sich von weiteren Beteiligungen. Die Gewinne sind wegen der Kundschaft, die mehr spart und der steigenden Konkurrenz im Netz geschrumpft.

Das Unternehmen Casinos Austria ist auf der dringenden Suche nach neuen Einnahmequellen. Zudem werden 2010 die Zulassungen für 15 Casinos und die Lotterien neu bekannt gemacht, dafür braucht man viele finanzielle Mittel.

Nun denkt man darüber nach, noch mehr Beteiligungen zu veräußern, es soll die Abkoppelung vom sehr gewinnträchtigen Casino Luzern unter die Lupe genommen werden, so weiß es die Presse aus dem Umfeld des Unternehmens. Der Sprecher der Casinos Austria zeigt sich zurückhaltend und sagt, dass dies momentan noch ungelegte Eier seien.

2009 hat sich Casinos Austria International, in der sich die Auslandsgeschäfte der Casinos Austria konzentrieren, bereits von den Spielbanken St. Gallen, Zürichsee und Schaffhausen abgekoppelt. Zudem hat man noch Beteiligungen am Casinos in Südafrika veräußert.

Dies bedeutete für die Casinos Austria International stattliche Einnahmen von über 26 Millionen Euro, wenn man die Kosten für die Restrukturierung abzieht. Hier kamen noch hohe Gewinne aus dem Verkauf der Zentrale des Unternehmens in der österreichischen Hauptstadt dazu.

Mit den Erlösen der florierenden Lotterien, die zu 67 Prozent im Besitz der Casinos Austria sind, bedeutenden diese zusätzlichen Effekte einen Anstieg des Unternehmenserlöses von 35 Millionen auf 56,4 Millionen Euro. Momentan bleiben diese Extrawürste aber aus. Im Ausland spürt man die Krise und das florierende Online Geschäft besonders deutlich.

Im Land selbst sind die hohen Rückstellungen der vorgesehenen Reduzierungen im Personalbereich (Golden Handshake) eine Belastung für die Finanzen. Im ersten halben Jahr 2010 kamen die Casinos Austria International zum ersten Mal mit einem Minus von 14,4 Millionen Euro in die roten Zahlen.

In Österreich verzeichnete man einen zarten Gewinn von 200.000 Euro und das nach 15 Millionen Euro. Das ist der Grund, weswegen Fachleute es nicht für ausgeschlossen halten dass das Unternehmen im ganzen Jahr mit Verlusten rechnen muss oder nur einen zarten Gewinn über der Nulllinie erwirtschaften wird.

Und dies trotz der "Subventionierung" durch die Lotterien. Der Sprecher des Unternehmens gibt den Hinweis auf den klaren Aufwärtstrend, der seit einem Vierteljahr schon deutlich erkennbar sei.

Die im Juli getätigte Anleihe, die 140 Millionen beträgt, wird auf jeden Fall nicht für die Ausdehnung verwendet werden. Sie wird für die teilweise Begleichung einer alten Verbindlichkeit, welche bis 2012 im Gange ist, genutzt.

Der Sprecher sagt, dass keine großangelegten Pläne zu Investitionen mehr existierten. Mit dem Umbau der Spielbanken im belgischen Brüssel und dem niedersächsischen Hannover und der Inbetriebnahme von Glasgow, die insgesamt 50 Millionen betragen, seien die Investitionen erst einmal beendet.