Der Palace Poker Club wurde wegen Steuerhinterziehung angeklagt. Dem Turnierveranstalter wurde unterstellt 165.000 Euro Steuern hinterzogen zu haben. Der Fall wurde vor dem Strafgericht verhandelt. Den Schöffen fehlten jedoch die Beweise, wodurch der Palace Poker Club mit einem Freispruch davongekommen ist.

Weswegen wurde der Palace Poker Club angeklagt?

  • der Palace Poker Club bietet regelmäßig Pokerturnier an
  • bei den Turnieren wird Texas Hold‘em gespielt, was von Experten als Geschicklichkeitsspiel eingestuft wird
  • die Finanz rückte dem Pokerclub auf die Pelle
  • Grund dafür: die Finanz habe nicht ausreichend Unterlagen erhalten
  • dem Staat entgangene Abgaben wurden demnach geschätzt
  • hierbei ergab sich die Steuerschuld in Höhe von 165.000 Euro und die Anklage wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung

Nicht mit Vorsatz gehandelt

Die Turnierveranstalter hatten sich im Vorfeld, vor am Angebot entsprechender Turniere, bei einem Rechtsanwalt, der auf Glücksspielrecht spezialisiert ist und bei einem Steuerberater erkundigt. In beiden Fällen wurde den Turnierveranstaltern versichert, dass die angebotene Turnierform in Ordnung sei und daraus keine Probleme entstehen würden. Die Turnierveranstalter hatten sich auf die Angaben der Experten verlassen.

Beanstandung vom Fiskus

Bei Durchsuchungen durch Steuerfahnder wurde die Abkürzung CP von diesem hinterfragt. Dieser nahm an, dass die Abkürzung für Cash Play stehen würde. Die Veranstalter machten jedoch deutlich, dass die Abkürzung für Card Play stehen würde. Zu viele Ungenauigkeiten und zu viele Ungereimtheiten, dies zeigte sich nun auch vor Gericht. Den Turnierveranstaltern konnte die Steuerhinterziehung demnach nicht nachgewiesen werden, die Beweise reichten nicht. Durch diese Tatsache erfolgte der Freispruch. Das Urteil ist aktuell noch nichts rechtskräftig.