Über weitere Schritte bei der Partnersuche für das internationale Geschäft will Anfang Dezember die Casino Austria Gruppe entscheiden.

Werde bei der Aufsichtsratssitzung am 2. Dezember grünes Licht gegeben, könnte bis zum Frühjahr die Abgabe eines Minderheitsanteils an der Casino Austria International (CAI) über die Bühne sein, so der Casinos-Generaldirekto Karl Stoss im Klub der Wirtschaftspublizisten am Montag.

Krisenbedingt wird der Umsatz der 12 Casinos um rund 4 Prozent zurück gehen.

Die Investmentbank Morgan Stanley war im Sommer beauftrag worden, nach möglichen Interessenten zu suchen. Strategische Interessenten werden laut Stoss ebenso ausgelotet wie Finanzivestoren, die bereits im Glücksspielgeschäft tätig sind.

Stoss wollte sich nicht darüber äussern wie viele potenzielle Investoren es gäbe, es seien jedoch mehr als fünf. Für das Auslandsgeschäft hätte Stoss auch keine Berührungsängste an einer Zusammenarbeit mit dem Automatenkonzern Novomatic, für Österreich kann er sich eine solche jedoch nur schwer vorstellen.

Laut früheren Informationen erwarten sich die Casinos aus dem Verkauf von maximal 49 Prozent an der CAI bzw. über eine Kapitalerhöhung 500 bis 600 Mio. Euro Erlös.

In erster Linie sollen mit diesem Geld Prjekte in Zukunftsmärkten finanziert werden, wie Nord-und Südamerika oder Südostasien. Dabei setzte die CAI eher auf mittelgroße Projekte mit Investitionssumen von 30 bis 70 Mio Euro, hier kommt es drauf an ob dabei ein Hotel vorgeshen ist, das dann verpachtet wird oder nicht.

Mit den 51 Casinos in 17 Ländern und 10 Casinos auf verschiedenen Kreuzfahrtschiffen, die die internationale Tochter derzeit betreibt, wurden 2008 rund 1.Mrd Euro umgesetz. Aus dem Glücksspielmarkt in Südafrika ist die CAI zuletzt ausgestiegen und es wurden drei Finanzbeteiligungen in der Schweiz verkauft.

2009 wird der Umsatz der 12 Casinos um rund 4 Prozent zurück gehen, da auch die Casinogäste Ihr Ausgabeverhalten geändert haben, zusätzlich blieben auch noch so genannte “high roller”, professionelle Spieler mit hohen Einsätzen, aus. Besucher haben im Vorjahr etwa 120 Euro pro Besuch ausgegeben, heuer waren es nur noch 117 Euro, das sind also in etwa 2 Prozent weniger.

Das Geschäft der österreichischen Lotterie hat sich laut Schoss hingegen gut entwickelt. Der Umsatz wird um rund 9 Prozent steigen, inklusive der Online Töchter die 2008 2,38 Mrd Euro erbrachten. Vorallem wegen der vielen Mehrfachjackpots die die Spiellust angeheizt haben. dürften die Umsätze wachsen.