Die Klage von Seiten Iveys wurde angezettelt, weil das Casino sich geweigert hatte seine Gewinnsumme in Höhe von etwa 10 Millionen Euro auszuzahlen. Eine hohe Summe, die Ivey im vergangenen August beim Baccarat erspielte. Von Seiten des Casinos wird dem Spieler vorgeworfen, dass dieser die unzulässige Methode "Edge-Sorting" verwendet habe, um sich gegenüber dem Casino am Baccarattisch einen Vorteil zu verschaffen.

Vor Gericht macht Ivey deutlich, dass es nicht in seinem Interesse läge, ein Casino zu betrügen. Seiner Auffassung nach sei "Edge-Sorting" eine zulässige Spielmethode, welche er nicht verwendet habe, um das Casino zu betrügen. Diesen Standpunkt machte der Pokerprofi bereits zu Beginn der Gerichtsverhandlung deutlich. Seiner Ansicht nach sei die Technik zulässig, dies sagte der Spieler auch vor Gericht aus.

In seiner Aussage wies der Pokerstar darauf hin, dass er alle Techniken, die er als Spieler im Casino nutze, für vollkommen legal und zulässig halte. Natürlich sei es seine Absicht, sich selbst einen Vorteil zu verschaffen, das sei das Ziel eines jeden Spielers, denn natürlich wolle man im Casino gewinnen. Alle Strategien, die er selber anwende, seien seiner Auffassung nach legal und es läge nicht in seiner Absicht ein Casino zu betrügen.

Verfahren für einen guten Ruf

Vor Gericht macht Ivey zudem deutlich, dass er als Person des öffentlichen Interesses interessiert daran sei, seinem eigenen Ruf nicht zu schaden. Schon allein aus diesem Grund läge es ihm fern ein Casino zu betrügen. Um deutlich zu machen, wie wichtig ihm die Angelegenheit sei, habe er nun das Verfahren eröffnet, um so seinen guten Ruf aufrecht erhalten zu können.

Nach eigenen Angaben seien ihm die Gewinne selber nicht so wichtig, wie sein eigener Ruf in der Öffentlichkeit. Mit dem Gerichtsverfahren wolle er aufzeigen, dass er unrechtmäßig behandelt wurde und keine falschen oder abgebrühten Absichten gegenüber dem Casino verfolgt habe. Ende nächster Woche soll das Urteil in diesem Fall gesprochen werden.