Die Angst, dass sich das Blatt bald wenden könnte, besteht weiterhin und nach Meinung der Betreiber auch aus gutem Grund. Die Saar-Spielbank profitiert vor allem von den Besuchern aus dem Umland. Spieler aus Frankreich und Luxemburg besuchen das Saar-Casino regelmäßig, durch das Vorhaben auf Deutschlands Straßen eine PKW-Maut einzuführen könnte dies in Zukunft jedoch auch weniger werden.

Ob die geplante Autobahnmaut zu Umsatzeinbußen führen wird bleibt abzuwarten. Saartoto- und Spielbankenchef Peter Jacoby hat negative Befürchtungen für die Geschäfte der Casinos der Saarland Spielbank GmbH, sollte das Vorhaben mit der PKW-Maut tatsächlich in die Tat umgesetzt werden. Jacoby gehe seiner eigenen Angabe davon aus, dass die Einführung der Maut als Abschreckung für Gäste aus den umliegenden Ländern darstellen könnte. Wer für die Anreise zum Casino schon mehr Geld ausgeben müsste, der könnte genauso in den landeseigenen Casinos spielen, so der Spielbankenchef im Saarland.

Bisher profitierten die Saar-Spielbanken in Saarbrücken, Perl, Neunkirchen, Homburg, und Saarlouis von den ausländischen Besuchern. Im Vergleich zum Vorjahr sei der Bruttospielertrag um 670.000 Euro angestiegen und dies sei auch den Spielern aus dem Umland zu verdanken gewesen. Die deutschen Spielbanken haben im Allgemeinen eher einen Umsatzrückgang zu verbuchen, denn insgesamt sind die Bruttospielerträge der Spielbanken in den vergangenen Jahren enorm gestiegen. Die Gesellschaft der Saar-Casinos liegt damit mit einer Steigerung der Einnahmen um zwei Prozent deutlich über der Entwicklung der Casinos in Deutschland insgesamt.