Als Bundesbauminister plant er mit Hilfe des Baurechts gegen die Spielhallen vorzugehen. Hier soll ein neues Gesetz beschlossen werden, welches es ermöglicht, weitere Bauanträge von Spielhallenbetreibern abzulehnen.

Ramsauer gibt an, dass die Spielhallen in Umgebungen, in denen sich viele Familien mit Kindern und Jugendlichen aufhalten, eine besonders hohe Gefahr darstellen.

Die Pläne des Politikers gehen so weit, dass das Kabinett in Zukunft den Kommunen erlauben soll, den Bau von Spielhallen leichter abzulehnen. Dies soll mit der Begründung, dass Wohngebiete, Schulen, Kindertagesstätten und Kirchen geschützt werden sollen, durchgesetzt werden. Dies wiederum soll vor allem dem Spielerschutz und in erster Linie noch vielmehr dem Jugendschutz dienen.

Dieses Vorhaben soll in Zukunft im Baurecht verankert werden, so Ramsauer. Durch die veränderte Gesetzlage sollen vor allem Kinder und Jugendliche geschützt werden. Wenn der Wildwuchs der Spielhallen unterbunden werden kann, so könne man auch den Schutz der Jugendlichen und Kinder gewährleisten, so Ramsauer.

Die Spielsucht hat in sehr vielen Fällen seinen Ursprung in eben diesen Spielhallen. Insgesamt sollen zwei von drei Besuchern der Spielhallen ein problematisches Spielverhalten aufweisen, dies besagen Studien. Besonders Jugendliche sind vermehrt von der Spielsucht betroffen.

Studien zufolge sind es mindestens 80 Prozent der 14- bis 18-jährigen , die schon einmal eine Spielhalle besucht haben. Nach dem ersten Besuch können vor allem Kinder und Jugendliche bereits der Spielsucht verfallen, ohne dies zu merken.