Trotz alledem sind sich die Experten in Bezug auf das beliebte Kartenspiel noch immer uneinig. Die Uneinigkeit besteht darin, dass man sich nicht einig wird darüber, ob Poker unter das Glücksspiel fällt oder doch zu den Geschicklichkeitsspielen gezählt werden kann.

Bisher waren die Pokerspieler immer sehr darauf bedacht, dass das Poker definitiv dem Geschicklichkeitsspiel zugeordnet werden sollte, da ihrer Meinung nach das Pokern hauptsächlich auf Können beruht und das Glück nur zweitrangig eine Rolle spielt. Doch nun scheint ein Spieler anderer Meinung zu sein, denn Eddy Scharf stellt sich nun gegen seine Kollegen und offensichtlich nur, weil das Finanzamt eine Forderung der Steuernachzahlung an ihn gestellt hat. Der Fall befindet sich bereits seit dem Jahr 2001 vor Gericht und hat schon für sehr viel Aufmerksamkeit gesorgt.

Aufgrund des Gerichtsverfahrens scheint Scharf nun beweisen zu wollen, dass Poker doch unter die Rubrik des Glücksspiels fällt und nicht als Gewerbe gelten sollte. Doch von Seiten des Finanzamts wurde deutlich gemacht, dass dieses der Meinung ist, dass gerade das Können einen großen Teil zu Gewinn eines Pokerspiels und somit zu den Einnahmen beitrage. Experten gehen davon aus, dass dieses Gerichtsverfahren noch bis zum Ende dieses Jahres zum Abschluss kommen soll.

Als Pokerprofi hatte Scharf in der Vergangenheit einige hohe Gewinne abgeräumt, wie zum Beispiel den Gewinn bei der WSOP 2004, bei der er 275.000 Dollar mit nach Hause nehmen konnte. Mit seinem Kampf vor dem Finanzgericht stellt Scharf sich gegen seine Kollegen, indem er angibt, dass Poker auf Glück basiert.

Die Entscheidung des Gerichts wird voraussichtlich weitreichende Folgen haben, da Poker danach entweder als Glücksspiel oder als Geschicklichkeitsspiel eingestuft werden wird. Vor allem in der Branche des Online Glücksspiels würde dies einiges bedeuten und vielleicht sogar ändern.