Während manche Poker als reines Glücksspiel bezeichnen, sind andere der Meinung, dass es sich beim Pokern um ein Geschicklichkeitsspiel handelt. Auch Lars-Erik Gärtner versucht bei dieser Frage für die richtige Antwort zu kämpfen, die bei ihm eindeutig ist: Poker ist ein Geschicklichkeitsspiel.

Der Ruf vom Poker ist nicht überall gut, auch wenn sich das schlechte Image mit den Jahren schon mehr und mehr abgeschüttelt hat. Für Gärtner ist das Pokerspiel ein Hobby, um dessen Ruf er besorgt ist. Der 31-jährige Doktorand an der TU Bergakademie Freiberg spielt seit 12 Jahren hobbymäßig Poker und nimmt auch an Amateur-Turnieren teil.

Skat ist auch als Sportart eingetragen, so der Hobbyspieler, obwohl der Erfolg der einzelnen Spieler letztendlich von den Karten abhängt, die ausgeteilt werden. Genau das gleiche Prinzip herrscht beim Poker vor, aber dieses werde als Glücksspiel klassifiziert, woran das tatsächlich festgemacht wird könne keiner so richtig erklären.

Der Hobbyspieler selber bezeichnet das Pokerspiel als Zeitvertreib mit sportlichen Ambitionen. Damit fällt das Spiel für den Pokerfan ganz eindeutig unter die Variante der Geschicklichkeitsspiele. Beim Poker gebe es sowohl Taktiken und Strategien als auch Tipps und Tricks, wie bei dem Spiel durch das eigene Verhalten ein Gewinn erzielt werden kann. Gärtner vertritt deutlich die Meinung, dass Poker nun langsam mal in der Rubrik der Geschicklichkeitsspiele eingeordnet werden sollte.

Derzeit wird gerichtlich darüber verhandelt, ob eine Kategorisierung des Pokerspiels als Geschicklichkeitsspiel möglich gemacht werden kann. Immerhin erlebte das Spiel in den letzten Jahren einen großen Boom und hat bei den Spielern an großer Beliebtheit gewonnen. Diese Entwicklung konnte auch Gärtner deutlich feststellen. Er selber konnte mit seinem Hobby schon einige, ansehnliche Summen gewinnen. Dennoch bleibt Pokern für den Freiberger nur ein Hobby, denn für eine Karriere als Pokerprofi fehle ihm die Zeit.