Nachdem im Mai 2010 das Pokerspiel in der Schweiz verboten wurde, ist die neuste Entscheidung eine große Erleichterung für die Pokergemeinde. Verboten wurden vor zwei Jahren private Pokerturniere und Cash Games. Die Begründung für das Verbot war die Einstufung des Pokerspiels als Glücksspiel.

Mit dem Verbot wurde beschlossen, dass die Schweizer Pokerspieler nur noch in den staatlichen Spielbanken und Casinos Poker spielen durften. Für die Pokergemeinde der Schweiz war dies ein herber Rückschlag, da das Turnierangebot in den Spielbanken nicht gut war und die Einsätze für die Turniere für die meisten Spieler viel zu hoch lagen. Aufgrund des Verbots rutschten viele Spieler in die illegalen Pokergeschäfte ab oder spielten im nahe gelegenen Ausland.

Nach der neusten Entscheidung dürfen die Spieler nun wieder private Pokerturniere veranstalten und Cash Games durchführen. Die Spieler forderten schon lange, dass das Pokerspiel wieder erlaubt werden soll und nun endlich gab der Städterat nach und entschied, dass das Pokerspiel von nun an wieder gestattet werden soll.

Bei der Entscheidung gab es 28 Stimmen im Städterat, die sich für die Erlaubnis aussprachen und es gab lediglich drei Gegenstimmen. Online Poker ist von dieser Neuregelung jedoch nicht betroffen, dieses bleibt weiterhin nicht gestattet. Es wurde außerdem die Regelung festgesetzt, dass die Räumlichkeiten, in denen die Turniere ausgetragen werden sollen, für die öffentlichkeit zugänglich sein müssen.

Die Neuregelung beinhaltet außerdem Regelungen, die sich vor allen Dingen auf die Suchtprävention beziehen.Teile der Einnahmen aus den privaten Pokerturnieren sollen außerdem gemeinnützigen Einrichtungen zu Gute kommen. Für die Pokerspieler sind diese Neuregelungen, trotz der Einschränkungen, ein Grund zur Freude, da sie endlich wieder für einen zahlbaren Einsatz an Pokerturnieren teilnehmen können. Bevor der richtige Startschuss fallen kann, muss vorerst das Gesetz in dieser Hinsicht abgeändert werden, damit private Pokeranbieter ihr Angebot offiziell machen und Pokerturniere veranstalten können, ohne Razzien zu fürchten.

Sogar von Seiten der Pokerspieler gab es trotz der strengen Regelungen positives Feedback, da dank der Regelungen nicht befürchtet werden müsse, dass zu viele Pokeretablissements aus dem Nichts hervorgebracht werden. Durch die entsprechende Kontrolle könnte auch die Spielsuchtgefahr eingedämmt werden und damit seien auch die Pokerspieler selbst durchaus einverstanden.