Es ist gesetzlich geregelt, dass es sich erst bei dem Einsatz von Geld, aus dem ein Gewinn erwirtschaftet werden kann, um ein Glücksspiel handelt. Im Falle der Pokervariante Texas Hold?em mit Gebühr im aktuellen Fall handelt es sich laut Bundesverwaltungsgericht nicht um ein Glücksspiel, da es sich bei dem Einsatz von 15 Euro laut Gericht lediglich um eine Teilnahmegebühr handle.

Dies lässt sich daran festmachen, dass die Gebühr gerade einmal die Veranstaltungskosten deckt, nicht aber in den möglichen Gewinn mit einfließt. Bei dem Fall, bei dem diese Entscheidung getroffen wurde, hatte eine Veranstalterin aus Wittenberg geklagt. Das Turnier wurde in der Stadt verboten, doch nun trägt die Entscheidung dazu bei, dass das Turnier in entsprechender Art und Weise weiterhin durchgeführt werden darf.

Die Klage durchlief mehrere Instanzen. Die Klägerin hatte darauf bestanden, dass es sich bei ihrem veranstalteten Turnier um ein legales Unterhaltungsspiel handle. Dies machte sie daran fest, dass die Teilnahmegebühr in Form des Startgeldes tatsächlich nur zur Teilnahme berechtigte, jedoch nicht als Einsatz deklariert werden dürfte. Das Turnier war zum reinen Vergnügen veranstaltet worden, denn es gab auch keine großen Gewinne zu erreichen. Die Gewinner erhielten einen geringwertigen Pokal und die kostenlose Teilnahme zu weiteren Turnieren.

In einer vorherigen Instanz wurde die Klage der Veranstalterin von Seiten des Verwaltungsgerichts abgewiesen. Durch das Bundesverwaltungsgericht jedoch wurde dieses Urteil wieder aufgehoben. In dem vorliegenden Fall sei der Zusammenhang mit der Zahlung und der Gewinnchance nicht gegeben. Es sei nun noch die Frage offen, ob die Teilnahmegebühr tatsächlich nur zur Deckung der Veranstaltungskosten genutzt wurde. Aus diesem Grund wurde die Klage erneut dem Verwaltungsgericht vorgelegt. Hier steht eine finale Entscheidung nun noch aus.