Casinos, die keine Zulassung haben, dürfen keine Pokertische unterhalten und Veranstaltungen durchführen. Der verlangte Mindestspieleinsatz geht über das zur Verfügung stehende Geld vieler Nutzer hinaus und das findet wenig Gegenliebe.

Unrechtmäßige Hinterzimmer, die nicht preisgegeben werden, sind hierzu keine richtige Option. Im Mai vor zwei Jahren urteilte das Bundesgericht, dass Poker im Rahmen des Glücksspiels steuerlich zu belangen ist. Viele Pokerclubs, die wuchsen und gediehen, mussten daraufhin ihre Pforten schließen.

Doch es kann sein, dass in Bälde eine änderung eintritt, und zwar wenn ein neuartiger Vorschlag aus der Justiz angenommen wird. Eine große Gruppe legte beim Nationalrat eine Motion vor, die vorsieht, dass Veranstaltungen mit wenig Geld und Gewinn stattfinden dürfen. Diese finden lediglich in den Casinos statt aber dieses Entgegenkommen wäre eine gute Sache.

Bis zum Ende Februar 2012 möchte der Nationalrat dazu einen Entschluss fassen. So will man sich der Sache auf offiziellem Wege annehmen. Herr Reimann, der diese Aktion initiierte, musste hierzu eine Niederlage von 94 zu 52 einstecken. Zu diesem Zeitpunkt war es geplant, den Antrag mithilfe einer änderung der Verfassung durchsetzen.

Die aktuelle Motion soll eine Gesetzesänderung durchführen und verfügt somit möglicherweise über bessere Karten. So mancher Politiker ist schon jetzt für diesen Vorschlag, denn so haben die ämter einen unmittelbaren Einfluss auf den Pokerbereich und auch die Schwierigkeit mit den unrechtmäßigen Veranstaltungen würden weniger werden.

Fachleute im Bereich der Spielsucht kämpfen für die Spieler. Diese Idee wäre viel besser, als das die Nutzer zu unrechtmäßigen Betreibern abwandern. Lediglich die Casinos, welche durch die niedrigeren Teilnahmegebühren den Rückgang ihrer Gewinne sehen, sind klare Gegner dieser Idee.