Bei den Stiftungen ist die Rede von solchen, die den großen Parteien nahestehen. In den vergangenen zehn Jahren waren dies Gelder im Wert von insgesamt 27,5 Millionen Euro. Die Zahl wurde in den vergangenen Tagen von den Medien präsentiert, nachdem die Piraten-Partei eine kleine Anfrage diesbezüglich bei der Berliner Senatsverwaltung für Finanzen eingereicht hatte.

Die Beträge, die die Partei-Stiftungen erhielten, setzen sich folgendermaßen zusammen:

– Friedrich-Ebert-Stiftung (SPD): knapp 9,5 Millionen Euro

– Konrad-Adenauer-Stiftung (CDU). gut 7,6 Millionen Euro

– Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung (Grüne). knapp 3,9 Millionen Euro

– Helle Panke e.V. Rosa-Luxemburg-Stiftung (Linke). 4,6 Millionen Euro

– Friedrich-Naumann-Stiftung (FDP). 1,9 Millionen Euro

Nachdem Beträge und weitere Details veröffentlicht wurden, gab es direkt kritische Stimmen, die deutlich machen, dass nicht jeder damit einverstanden ist. Es wird der Vorwurf laut, dass die Stiftungen nicht durch Projekte überzeugt haben, sondern lediglich ausgewählt wurden, weil sie eine entsprechende parteinähe vorweisen könnten.

Hierbei wiederum ist von Ungerechtigkeit die Rede, denn nach Meinung von Heiko Herberg, Parlamentarischer Geschäftsführer von der Berliner Piraten-Fraktion, sollten die Gelder gerecht vergeben werden, an die Stiftungen, die durch ihr Engagement überzeugen können und entsprechende Projekte vorgestellt haben.