Die Ergebnisse sind für die Geschäftsführer nicht zuletzt deshalb so zufriedenstellend, weil das Jahr eigentlich nicht einfach für das Glücksspielunternehmen war. Gerade die erheblichen, gesetzlichen Restriktionen für das gewerbliche "kleine Glücksspiel" im Kernmarkt Deutschland machten dem Unternehmen zu schaffen. Die Bilanz fiel trotzdem positiv aus, da die Geschäfte im Ausland die inländischen Schwierigkeiten zufriedenstellend ausglichen.

Die Restriktionen in Deutschland machen der Gauselmann Gruppe dennoch zu schaffen. Von Seiten der Geschäftsführung wurde deutlich, dass man mit den Restriktionen innerhalb des Kernmarkts nicht zufrieden sei, nicht nur wegen den eigenen Umsatzeinbußen, sondern viel mehr deshalb, weil die guten Spieler durch die Restriktionen in die Illegalität getrieben würden.

Diese illegalen Angebote seien vor allem die Online Glücksspielanbieter aus dem Ausland. Die gesetzlichen Regelungen in Deutschland haben die Sperrzeiten von Spielhallen verlängert, Einlasskontrollsysteme und Nichtrauchergesetze eingeführt. Diese neuen Regelungen führten dazu, dass nach und nach immer mehr Gäste in den Spielhallen ausblieben. Die Spieler nutzen nun vermehrt das Online Glücksspiel Angebot, denn hier wird den Gamern nicht nur Anonymität sondern vor allem auch Flexibilität geboten.

Ausgleich durch florierendes Auslandsgeschäft

Paul Gauselmann, Vorstandssprecher und Gründer der Gauselmann Gruppe, machte deutlich, dass das Glücksspielunternehmen auf den regulierten, ausländischen Märkten besser aufgestellt sei. Hier würden die verlässlichen, gesetzlichen Rahmenbedingungen es möglich machen, ein sicheres und seriöses Angebot für die Kunden zu präsentieren. Aus dem Grund konnte die Gauselmann Gruppe nach Angaben der Geschäftsführung sich im letzten Jahr an den ausländischen Standorten gut etablieren.