Hier müssen Spieler zweimal hinsehen, um zu erkennen, dass das Angebot nicht von staatlicher Hand kommt. Auch die privaten Anbieter nutzen die Sprache der Lotterie und so wird mit Millionenjackpots und mit Lotto 6 aus 49 geworben.

Während die privaten Anbieter in den Steuerparadiesen kaum Steuern zahlen müssen, ist es in Deutschland für die staatlichen Anbieter ganz anders. Genau aus diesem Grund stellt die Konkurrenz für die staatlichen Casinos und für die staatlichen Lotterien eine ernst zu nehmende Gefahr dar.

Während der Konkurrenzdruck immer weiter wächst, müssen die Bundesländer sich gleichzeitig erneut eingehend mit der Glücksspielregulierung befassen. Der Glücksspielstaatsvertrag gilt als gescheitert, Hessen plant mit einer liberalen Reform einen Vorsto&slzig;, doch die Ministerpräsidenten sprachen sich bereits gegen eine Liberalisierung aus und wollen nur minimale Änderungen an der bereits bestehenden Gesetzgebung vornehmen.

Mit dem Glücksspielstaatsvertrag wurde an dem staatlichen Lotteriemonopol festgehalten und dennoch scheiterte die Regulierung. Nun werden erneut Diskussionen um die Marktöffnung entfacht, die nach Angaben Hessens nicht mehr mit quantitativen Beschränkungen unterdrückt sondern mit qualitativen Beschränkungen reguliert werden soll. Die Geschäftsführerin der Toto-Lotto GmbH Marion Caspers-Merk macht deutlich, dass die von einer Liberalisierung gar nichts halte.

Staatliche Lottogesellschaften als Profit für die Allgemeinheit

Caspers-Merk hält weiterhin an dem Lottomonopol fest. Sie selbst macht deutlich, dass Jugend- und Spielerschutz nur auf diesem Weg gewährleistet werden können. Zudem würde das Land durch private Anbieter mit Firmensitz in Malta und Gibraltar nicht profitieren. Die Steuereinnahmen würden durch die staatliche Lotterie generiert und diese Gelder wiederum würden auch der Allgemeinheit zu Gute kommen. Die Gelder werden in Sport, Kultur, Kunst, Gesundheit und Soziales investiert, ein Profit für die Bürger. Caspers-Merk ist weiterhin überzeugt davon, dass beim Glücksspiel der Staat das Sagen haben soll und hofft darauf, dass man sich gemeinsam gegen die Liberalisierung entscheiden werde.