Was die Klage der App-Inhaberin beinhaltete:

– Programmrichtlinie "Gambling-Policy" von Google-Play sei ihr seit langer Zeit bekannt

– bisher sei die Werbung von Google-Play jedoch geduldet worden

– Aufforderung sei nur an einige Anbieter gerichtet

– nicht jeder Wettbewerber müsste auf vergleichbare Angebote verzichten

– Aufforderung sei selektiv und willkürlich

– Google-Play stehe mit dem Unterlassungsbegehren im Widerspruch

– Google-Play stelle selbst Apps von Sportwettenanbietern im Google-App-Store zum Verkauf bereit

Wenn man die Inhalte der Anklage genau ansieht, dann scheint die Verärgerung der App-Inhaberin durchaus begründet. Die Klägerin wurde von Google-Play aufgefordert die Schaltung von Glücksspielwetten zu unterlassen, gleichzeitig soll es aber andere Anbieter geben, die Glücksspielangebote ohne Unterlassungsaufforderung schalten können.

Hamburger Landgericht scheint anderer Meinung zu sein

In seinem Urteil vom 05.08.2016 hat das Hamburger Landgericht deutlich gemacht, dass dieses die Meinung der Klägerin nicht teile. Nach Meinung des Gerichts würde es im Ermessen des Unternehmens liegen, ob und in welchem Umfang einzelne Inhalte erlaubt oder abgelehnt werden. Demnach könne Google-Play selbst entscheiden, welcher Anbieter Glücksspielangebote schalten darf und welcher nicht. Die Argumentation der Klägerin sei nach Angaben des Gerichts nicht hinreichend glaubhaft.