In Liechtenstein steht derzeit die Vergabe der Casinolizenz noch aus. Die Entscheidung wird mit Spannung erwartet, vor allem von Seiten des Unternehmers Wolfgang Egger, der das Projekt Vaduzerhof ins Leben gerufen hat. Natürlich erhofft sich der Unternehmer den Zuschlag für sein Projekt zu erhalten, auch wenn damit eventuell ein Rechtsstreit ins Haus stehen würde.

Für das Projekt Vaduzerhof in Liechtenstein hatte sich der Unternehmer Egger die Zusage der Casinos Austria als Geschäftspartner gesichert. Das Projekt wurde zusammen geplant. Nachdem die Bewerbungsunterlagen für die Konzession von Seiten Eggers abgegeben wurden entschieden sich die Casinos Austria aus dem Projekt auszusteigen.

Die Begründung hierfür lautete, dass die Casinos Austria erst für das reine Casinogeschäft vorgesehen haben, aber sich im Laufe der Planungen herausstellte, dass viel mehr Engagement erforderlich wäre, weshalb das Unternehmen sich an diesem Punkt von dem Projekt distanzierte. Egger fand jedoch sogleich einen Ersatz in dem Grand Casino Baden.

Zusammen mit dem neuen Geschäftspartner möchte der Unternehmer das Casino mit angrenzendem Hotel und der Bewirtschaftung von diesem auf die Beine stellen. Problematisch könnte der Partnerwechsel deshalb werden, weil er mitten in dem Bewerbungsverfahren stattfand.

In der Spielbankenverordnung ist zwar festgelegt, dass Änderungen und Nachbesserungen während der Bewerbung möglich sind, jedoch ist nicht klar, ob dies die extreme änderung eines Partnerwechsels mit einschließt. Egger gibt sich jedoch zuversichtlich. Es müsse alles geprüft werden und trotzdem rechne er sich Chance auf die Konzession aus.

Er habe keine Angst vor einer Gerichtsverhandlung, die wahrscheinlich ist, sollte das Projekt Vaduzerhof den Zuschuss bekommen, so Egger. Am Ende würde eine rechtlich abgesicherte Entscheidung fallen, die sowohl positiv als auch negative für den Unternehmer ausgehen könne, doch das Risiko müsse man eingehen.