Bei dem Projekt handelt es sich um eine Miniaturausgabe des tatsächlichen Las Vegas in den USA, welches Jahrzehnte lang als Glücksspielmekka bekannt war. In dem europäischen Double sollen insgesamt sechs Casinos, mehrere Hotels mit unzähligen Zimmern, Shoppingmöglichkeiten, Sportplätze, Unterhaltungsangebote, Konferenzmöglichkeiten und ein riesiges Stadion entstehen. Insgesamt sind hierfür Investitionen in Höhe von 17 Milliarden Dollar vorgesehen.

Im Südwesten der Stadt Madrid, etwa 15 km entfernt, befindet sich die Gemeinde Alcorcon. Hier stehen 750 Hektar Land zur Verfügung, die dafür genutzt werden sollen das Projekt Eurovegas vor Ort zu realisieren. Ein gigantisches Casinoresort mit Tourismusangeboten und anderen Highlights soll hier entstehen und Gelder in die Staatskassen des krisengeplagten Landes spülen.

Schon in diesem Jahr, zum Ende hin, sollen die ersten Baumaßnahmen für Eurovegas eingeleitet werden. Insgesamt ist der Bau in drei Etappen geplant. Die Fertigstellung der ersten Etappe soll somit im Jahr 2017 erfolgen, sodass der erste Teil bis dahin bereits fertig gestellt sein soll. Die Ziele sind für die spanischen Politiker realistisch und diese scheinen ausschließlich positive Zukunftsaussichten in Verbindung mit dem geplanten Milliardenprojekt zu haben.

Doch auf der anderen Seite existieren auch ängste, vor allem bei den Bürgern in und um Madrid. Die Politiker und Bauherren versprechen die Schaffung von insgesamt 250.000 Arbeitsplätzen, doch die Bürger glauben daran nicht, denn bevor das Projekt überhaupt so viele Angestellte gebrauchen kann, müssen erst einmal große Investitionen getätigt werden, die weitere und noch größere Löcher in die Staatskassen des Krisenlandes reißen könnten.

Es wurde eine Bürgerinitiative eingerichtet, die gegen das geplante Projekt vorzugehen versucht. Große ängste herrschen hier vor, gerade in Bezug darauf, dass Eurovegas weniger Arbeitsplätze und Geld in die Region bringen könnte, dafür aber mehr Betrug, Prostitution, Geldwäsche und Kriminalität.