Gründe für die Spielsucht herauszufinden haben sich derzeit Suchtforscher zur Aufgabe gemacht, die sich dafür interessieren, warum Spieler oft schon nach dem ersten Spiel immer wieder wie magisch von den Spielangeboten angezogen werden. Spielsüchtigen wird meist nachgesagt und sagen es hin und wieder auch selber, dass die Hoffnung auf den großen Gewinn oder die bevorstehende Glückssträhne die Spieler dazu antreibt, immer weiter und vor allem auch immer wieder zu spielen.

Unter dem Thema "Ursachen der Spielsucht" werden an der Universität Dresden genau diese Gründe erforscht, die die krankhaften Spieler zum Spielen antreiben. Das Glücksspiel gehört nach den Wissenschaftlern zur Geschichte der Menschheit, denn neben dem Suchtfaktor spielen andere Faktoren wie Gesellschaft und Unterhaltung beim Glücksspiel eine große Rolle. Während es die scheinbar harmlose Seite gibt, ist bei den Suchtforschern natürlich gleichzeitig auch die Rede von dem krankhaften, exzessiven Spielen ? der Spielsucht. Diese Sucht kann Menschen verändern und sie zuletzt nicht nur das eigene Geld sondern die gesamte Existenz kosten.

Bisher sind die Ursachen für das exzessive Suchtverhalten noch weitestgehend unklar. Es gibt ausreichend Vermutungen und darüber hinaus wird die Spielsucht in vielerlei Hinsicht mit anderen Süchten, wie beispielsweise der Alkohol- oder Drogensucht verglichen. Die Unterschiede beim Glücksspiel sind gravierend. Es gibt einige Spieler, die es problemlos schaffen, mit dem Glücksspiel ganz einfach aufzuhören und wieder andere Spieler, bei denen ein pathologisches spielverhalten deutlich wird.

Gründe hierfür sind bisher nicht bekannt. Die Spielsucht ist ernster als viele Menschen glauben, denn oft werden Probleme wie hohe Verschuldung, Kriminalität und die Entfernung des eigenen sozialen Umfelds deutlich. Die Betroffenen verstricken sich in Lügengeschichten und stehen oft am Ende alleine da, während sie selbst jeden Tag darüber nachdenken, wann sich die nächste Gelegenheit bietet, wieder dem Glücksspiel nachzugehen und endlich einmal einen großen Gewinn abzustauben.

Bei der Forschung nach den Ursachen für die entstehende Spielsucht spielen die Kontrollfähigkeiten des Menschen eine große Rolle. Hier wird angenommen, dass Menschen unterschiedlich gute Kontrollfähigkeiten besitzen. Die ausgewählten Probanden, die bei der Studie des Dresdener Expertenteams helfen, müssen hier bestimmte für PC und Smartphone entwickelte Aufgaben lösen.

Diese sollen ersten Aufschluss über das Verhalten von möglicherweise pathologischen Spielern geben. Es geht darum, ob die Spieler einen geringen Geldbetrag gleich haben wollen, oder das Angebot eines höheren Betrages annehmen, dafür aber länger darauf warten. Pathologische Spieler neigen nach den Erfahrungen der Wissenschaftler dazu, sich direkt auf das Geldangebot zu stürzen und dieses sofort anzunehmen, anstelle länger auf einen größeren Geldbetrag zu warten.