"Novomatic", ein bekannter Hersteller von Automaten aus Niederösterreich, möchte den Markt in Österreich stärker dominieren und somit den "Casinos Austria" eine kleinere Rolle zuweisen.

Die Niederrösterreicher bejahten vor Kurzem, dass man sich für Konzessionen in Sachen Casinos bewerben wolle. Zunächst einmal werden die Bewerbungsunterlagen auseinandergenommen und dann wird man sich, wie schon erwähnt, um die Zulassungen bemühen, sagte der Unternehmenssprecher.

Es gibt nun auch eine neue Zulassung für Poker, für diese zeigen nicht nur die "Casinos Austria" Interesse, sondern auch die "Concord Card Casinos". Letztere sind in der Branche der Pokercasinos tätig und wollen ihre Bewerbung auf alle Fälle einreichen.

Man geht von einem starken Run auf die neuen Lizenzen aus und man erwartet auch Kandidaten außerhalb des Landes. Gerade in diesem Bereich sind eine Menge Betreiber da, die Interesse am traditionellen Business haben.

Das fusionierte Unternehmen "Bwin.Party", das auch an der Börse ist, möchte sich für keine der Lizenzen bewerben und man wollte dazu keine Stellungnahme abgeben. "Bet-at-Home", ein kleineres Unternehmen ist sich, was die Lizenzen angeht, noch im Unklaren.

Hier hat man sich schon für eine Konzession in Sachen Lotterien eingebracht und auf einen positiven Ausgang spekuliert man nicht. Für das Unternehmen ist es wichtig, den Willen zu zeigen, im Land eine Zulassung im Bereich des Online Glücksspiels zu erhalten.

Um ein virtuelles Glücksspiel betreiben zu können, muss man eine Zulassung bei den Lotterien vorweisen. Den beiden Unternehmen wurde vorgeworfen, von Malta und Gibraltar, den Serverstandorten aus zu operieren, um so österreichischen Bürgern ihre Dienste anbieten zu können.

Auch der Automatenverband hatte so Manches an dem Bewerbungsverfahren auszusetzen. Der Sprecher sagte, dass man wieder die Klippen der gesetzeskonformen Vorgaben der EU umschifft hat und keine derartige Ausschreibung vorgenommen hat.

In Österreich hat man keine klare Suche nach Bewerbern durchgeführt. Der Sprecher kritisiert zudem die Einheitlichkeit in Sachen Spielerschutz, denn diese sind oftmals nicht kohärent. Automaten, die keinen Schaden anrichten, müssen strikte Vorgaben einhalten.

Der Sprecher sagt, dass sich die 15 Zulassungen etwa 12 Bewerbern gegenüber sehen werden. Sie haben seitens des Ministeriums für Finanzen die Aufgabe, in Bezug auf jeden Standort einen ausführlichen Geschäftsplan zu erarbeiten.

Dazu gehören auch Informationen zur Planung im Bereich der Finanzen und des verfügbaren Kapitals, eine Tendenz was den Umsatz und Gewinn sowie die Gästezahl angeht. Mitbringen müssen die Bewerber auch Erfahrung in diesem Bereich, wozu auch Tätigkeiten bei anteiligen Firmen gerechnet werden.

Voraussetzung ist zudem ein angelegtes Basiskapital von 22 Millionen Euro, was eigentlich nur die "Casinos Austria" und "Novomatic" mitbringen. Dem Finanzministerium ist es auch sehr wichtig, dass der Bewerber in Sachen Spielbanken ein gutes Bild abgibt.

Das ist auch der Grund, weswegen der Kandidat seine Erfahrungen und Entscheidungen im Hinblick auf Imagepflege und die Erfüllung von sozialen und gesellschaftspolitischen Pflichten einsetzen muss.