Der "Schwarze Freitag" gehörte wohl zu den dunkelsten Tagen im Bereich der Online Pokerbranche. Es wird noch einige Zeit ins Land gehen, bis sich die Wogen geglättet haben und der juristische Konflikt beendet ist.

Das Justizministerium der Vereinigten Staaten legte die Fristen, die die Zuständigen bei den Pokerportalen nochmals in die Ferne und bislang haben nur zwei Betroffene dazu einen Kommentar abgegeben. Die Herren Elie und Campos werden als wahrscheinliche Strippenzieher angesehen.

Sie sollen es den amerikanischen Nutzern möglich gemacht haben, Einzahlungen bei Pokerportalen vorzunehmen und Auszahlungen zu erhalten. Die beiden ließen dies nicht auf sich sitzen und veranlassten vor rund zwei Monaten eine Abweisung der Beschwerde. Sie argumentieren unter anderem damit, dass das Pokerspiel nicht den Glücksspielen zuzuordnen ist und als Folge dessen auch nicht die Gesetze, die das Online Glücksspiel in den USA verbieten, verletzen konnten.

Die beiden Banker sagten, dass die beiden betroffenen Betreiber PokerStars und FullTilt keine unrechtmäßigen Anbieter von Glücksspiel im Rahmen dieser Gesetze sind, da sie dieses Vergnügen nicht bereitstellen, dieses Statement wurde bei der Rechtsabteilung eingereicht. Die Staatsanwälte haben nun den Schritt zur Abweisung der Klage in Gang gesetzt und halten bei allen Argumentationspunkten der Banker gegen.

Es ist nicht wichtig, welcher Kategorie das Pokerspiel zuzuordnen ist, denn die Gesetze würden in diesem Punkt anderes werden. Man nutzt nicht mehr die Wendung "hauptsächlich eine Sache des Zufalls" sondern "eine Sache des Zufalls". Zudem bestehen die Staatsanwälte nach wie vor auf den Klagen hinsichtlich Geldwäsche und finanzieller Täuschung.

Bei der "SunFirst"-Bank im Bundesstaat Utah fungierten die beiden Herren als zuständige Personen. Mithilfe dieser Bank wurden zahlreiche überweisungen von Spielern und Pokerportalen abgewickelt. Die entsprechende Summe soll sich für beide betroffene Betreiber auf 200 Millionen Dollar belaufen haben. Die Bank geriet aber in Schwierigkeiten, die einem finanziellen Suizid gleichkamen.

Es wurde öffentlich, dass besonders Herr Elie für sich persönlich profitiert haben soll und ein paar Millionen Dollar eingesackt haben soll. Der Vater von PokerStars nahm ihn sich zur Brust und erreichte, dass ein Teil des Geldes wieder zurückgegeben wurde. Diese Taktik hatte aber keinen Erfolg, denn vor rund einem Jahr trat die "Federal Desposit Insurance Corp." auf den Plan und legte das Geschäft auf Eis.

Herr Elie wollte noch einmal zwei Kreditinstitute in Illinois auf die Beine stellen, doch die Behörde wusste dies zu verhindern. Der Betreiber FullTilt hatte besonders schwer zu schlucken. Damit ihm die Kunden nicht wegliefen, hat man den Nutzern einen Kredit gegeben, der etwa 220 Millionen Euro Phantomgeld nach sich zog. Zusammen mit den Zahlungen für die Aktieninhaber, stürzte der Betreiber finanziell ein.

Die obengenannte Bank schlitterte ebenfalls vor Kurzem in den Ruin. Das "Department of Financial Institutions", das der obengenannten Behörde unterstellt ist, berichtete vor Kurzem, dass die Bank pleite ist. Merkwürdig ist es ebenfalls, dass die Bank nicht nur dank der beiden Herren mit Poker zu hatte und schlechte Publicity hervorrief.

Im Februar dieses Jahres kam heraus, dass der Betrüger um Millionen, Herr Johnson, eine Menge Geld mithilfe der Bank flüssig machte. Hier sollen 275 Millionen Dollar unrechtmäßig erhalten worden sein und so manche Million an den Tischen für die Spieler mit viel Geld im Portal verspielt worden sein.

Die juristische Auseinandersetzung zwischen Justizministerium und den Betroffenen wird noch ein Weilchen dauern. Die beiden Angeklagten sind voll in ihrem Element und die anderen scheinen erst in die Puschen zu kommen, mittlerweile steht nun auch ein rechtlicher Vertreter fest.

Soviel sei noch gesagt, die Rechtsabteilung hat die Fristen in Bezug auf die Pokerportale, ihre Rechte und Antworten hinsichtlich der Konfiszierung im Laufe des obengenannten Ereignisse nochmals in die Länge gezogen. Der Betreiber FullTilt konnte sich bis zum 14.11. dazu äußern und man darf abwarten, ob das Geschäft mit dem Unternehmen Bernard Tapie abgeschlossen sein wird.

Dies wurde zu Beginn dieses Monats öffentlich gemacht, und dies sollte nicht lange andauern.