In Passau stößt das große Wachstum von Spielhallen in den vergangenen Jahren einigen Parteien, wie den Grünen und der SPD auf, weil es ein Suchtpotential birgt und deshalb eingedämmt werden soll.

Ein Abgeordneter der Grünen sagte, dass diese Einrichtungen ohne Maß und Ziel entstehen und sein Abgeordnetenkollege von der SPD fordert, dass der unkontrollierten Steigerung der Spielhallen und dem damit verbundenen Anstieg der Spielsucht der Hahn zugedreht wird.

Bürgermeister, welche die Betriebe im Bereich Glücksspiel in ihrem Wirkungskreis nicht gerne sehen, können von juristischer Seite wenig machen.

Ein Leiter einer größeren Spielhalle setzt dem schlechten Image seines Sektors entgegen, und sagt, dass wenn die Spielstätten in Bayern genauso kontrolliert würden, wie die Betreiber aus dem Privatbereich, dann wäre es mit der Spielsucht vorbei.

Im Landkreis Passau sind 30 Spielhallen aktiv, die von privater Hand geführt werden, 13 hiervon haben ihren Standort in Pocking und 8 befinden sich in der Stadt Vilshofen. Es ist nicht ausgeschlossen, dass es noch mehr Spielstätten geben wird.

Das Grundstück eines nicht benutzten Edekamarktes, der sich in der Nähe der Berufsschule befindet, hat das Interesse eines Anbieters erweckt.

Ein Mitglied des Landtags sagte, dass Gemeinden wie Vilshofen kaum etwas tun können, denn weg von den Wohngebieten haben sie fast keine Chancen, die Aktivitäten der Spielhallen zu beenden.