In diesen Tagen wird ein Fall aktuell, der schon einige Zeit zurück liegt. Bei diesem geht es um einen aufgestellten Spielautomaten, der bei einer Razzia im Jahr 2011 in der Gaststätte in Interlaken beschlagnahmt wurde, da die Aufstellung unzulässig gewesen sei. In diesen Tagen wurde vor Gericht über eben diesen Spielautomaten verhandelt. Die Anklage klingt spektakulär, denn der Besitzer der Gaststätte in Interlaken wird angeklagt, gegen das Bundesgesetz über Glücksspiel und Spielbanken Wiederhandlung geleistet zu haben.

Worum es genau geht:

  • Razzia im November 2011 in einer Gaststätte in Interlaken
  • Beschlagnahmung eines Spielautomaten durch die Polizei, welcher seit Mai 2011 in Betrieb war
  • Spielautomaten wurde von dem Besitzer von einem Bekannten gekauft
  • Aufstellung erfolgte mit dem Einverständnis der Wirtsleute
  • Verträge oder eine spezielle Buchführung gab es nicht
  • ein ähnlicher Typ Spielautomat war geprüft und bewilligt
  • Bundesgesetz über Glücksspiel und Spielbanken schreibt vor, dass in Restaurants nur noch Geschicklichkeitsspielautomaten betrieben werden dürfen

Unwissenheit schützt vor Strafe nicht

Der Spielautomat habe laut Aussage des Besitzers nicht viel eingebracht. Die Einnahmen wurden Hälfte-Hälfte geteilt, so dass der Besitzer damit 200 bis 300 Franken verdient habe. Vor Gericht wies der Anwalt des Angeklagten darauf hin, dass das Verfahren eine niederschwellige Dimension habe und der Fall bereits verjährt sei.

Die Anklage sei in Bezug auf diesen einen Spielautomaten ungerechtfertigt, denn man hätte zum Zeitpunkt der Feststellung auch einfach mit dem Besitzer reden können. Jahre später wird nun ein kostenintensives Verfahren eingeleitet, bei dem vor allem die Steuerzahler zu Schaden kommen. Die Ansprache des Anwalts machte deutlich, dass dieser die Meinung vertritt, dass die lange Zeit, die Anklage und die eigentliche Zuwiderhandlung nicht im Verhältnis stehen würden. Die Entscheidung von Seiten des Gerichts steht noch aus.