Georg Stecker, Sprecher des Vorstandes des Dachverbandes "Die Deutsche Automatenwirtschaft", spricht nun von einer Korrektur der Fehlentwicklungen, die sich aus der vergangenen Gesetzgebung des Landes ergeben hatten. Die Unternehmen der Automatenwirtschaft kämpften in der Vergangenheit um ihre Grundrechte auf Berufsfreiheit und Eigentum. Mit der neuen Gesetzgebung erhielten die Unternehmer nun Recht.

Das Urteil des Staatsgerichtshofs soll im Folgenden dazu genutzt werden, die Rechtsprechung in entsprechende Vorschriften umzuwandeln. Sollten diese Veränderungen aufgrund der Bindung des Landes an den Glücksspieländerungsvertrag nicht möglich sein, so das Gericht, so wird eine Kündigung eben dieses Glücksspieländerungsstaatsvertrages mit den anderen Bundesländern in Erwägung gezogen. Mit dieser Ankündigung würde das Urteil des Staatsgerichtshofs nicht nur für das Land Baden-Württemberg eine enorme Bedeutung beigemessen bekommen, sondern darüber hinaus würde der veränderte Gesetzgebung auch außerhalb von Baden-Württemberg eine starke Bedeutung beigemessen werden.

Nun wird abgewartet, was andere Gerichte und vor allem das Bundesverfassungsgericht aus dem Urteil machen werden. Stecker erwartet eine weiterführende Veränderung der Gesetzgebung von Seiten des Bundesverfassungsgerichts. Laut Stecker wäre ein solches Urteil im Vorfeld gar nicht nötig geworden, wenn alle Beteiligten mit entsprechendem Sachverstand und Verantwortungsbewusstsein bei den Regelungen des Automatenspiels mitgewirkt hätten. Er gehe davon aus, dass sich das Bewusstsein durch die Urteilsverkündung nun verschärft habe und gibt selber an, dass die Automatenwirtschaft in Zukunft ihren Teil zum sozialverträglichen Angebot des Automatenspiels beitragen werde.