Eine Regelung sieht es vor, dass die Betreiber von Wettbüros von den Veranstaltern von Sportwettkämpfen zu unterscheiden sein müssen. Hier ist es nämlich vorgesehen, dass für die Personen und Gesellschaften, die Sportwettbewerbe und -veranstaltungen abhalten, keine Konzessionen vergeben werden.

Das Trennungsgebot ist in den Paragraphen ? 1 S.1 Nr.5 sowie in ? 21.Abs.3 des Glücksspielstaatsvertrages ausführlich geregelt. Hiernach ist es den Personen und Gesellschaften die Sportwettbewerbe bzw. Sportveranstaltungen abhalten bzw. organisieren nicht gestattet, sich für Konzessionen zu bewerben.

Es wird davon ausgegangen, dass diese Klausel extra aufgenommen wurde, um so verhindern zu können, dass z.B. die Bundesliga sich um eine eigene Konzession bewerben kann. Auch ist es den Wettbüros nicht gestattet, eigene Veranstaltungen auszutragen und darauf Wetten abschließen zu lassen. Beides muss getrennt voneinander organisiert werden, daher die bestehende Regelung.

Während die Regelung ziemlich eindeutig ist, sind nun allerdings Informationen bekannt gegeben worden, die das Trennungsgebot nicht einhalten können. Hiernach sollen z.B. die Lotto Rheinland Pfalz GmbH zu 49 Prozent dem Landessportbund Rheinland Pfalz gehören. Auch soll dies für die jeweiligen Lottogesellschaften in Niedersachen, Bremen und im Saarland gelten, wo den Informationen zu Folge der jeweilige Landessportbund Anteile bzw. Mitgliedschaften an den Gesellschaften hält. Von den Bewerbern gibt es demnach nun mehrere, die den Landessportbund als Mitglied haben und somit gegen die festgesetzten Regelungen verstoßen.