Dennoch hat Asien sich dem Trend angepasst und vor allem in den Ländern in Südostasien, wie in Singapur, Kambodscha, Laos und Vietnam, werden vermehrt Casinos in Hotelkomplexen errichtet. Neben den Casinobauten und der Beliebtheit des Glücksspiels wachsen jedoch gleichzeitig meist auch Kriminalitätsraten und Prostitution. Diese Begleiterscheinungen werfen zusätzlich zur aufkeimenden Spielsucht ein schlechtes Licht auf die Branche.

Während die negativen Aspekte von den Regierungen weggewischt und teilweise auch bekämpft werden, hat man sich in Südostasien dazu entschlossen, trotz der Begleiterscheinungen auf die Casinos zu setzen. Die Politiker bringen mit den erbauten Casinokomplexen eine steigende Anzahl an Touristen in Verbindung, ebenso wie zusätzliche, benötigte Steuereinnahmen. Doch diese Aspekte sind nicht die einzigen Rechtfertigungen, die im Sinne der Politiker für den Bau von weiteren Casinos sprechen. Zum Beispiel Kambodschas Ministerpräsident Hun Sen war einen ganz neuen Aspekt auf, der die Casinos rechtfertigen soll.

Für den Politiker ist ein an der Grenze zu Vietnam erbautes Casino eine Untermauerung der Grenzlinie, die sonst nicht weiter zu sehen wäre und nur durch den Hotelkomplex deutlich an der Stelle festgemacht werden könnte. Kambodscha und Vietnam hatten aufgrund von Streitereien im Jahr 2006 angefangen die Grenze zwischen beiden Ländern zu markieren und nun steht ein Casino am Grenzübergang zur Untermauerung der verschiebbaren Grenze zwischen den Ländern. Durch den festen Standort könne die Grenze nun nicht mehr in die eine oder andere Richtung verrutscht werden, so der Ministerpräsident.