Unter der Leitung des Glücksspielmonopols waren die privaten Wetthöllen eigentlich nicht gestattet, und dennoch eröffneten immer mehr und in den Städten wurde nicht ausreichend dagegen vorgegangen. Nach den neusten gesetzlichen Regelungen sollen die Sportwettenanbieter nun Konzessionen erlangen können, um das Wettangebot in den Etablissements legal zu machen.

Insgesamt sollen 20 Konzessionen für private Sportwettenanbieter ausgegeben werden. Pro Anbieter besteht dann die Möglichkeit, bis zu 30 Lokale zu eröffnen. In der rechtlichen Grauzone wurde es den Betreibern von Sportwettlokalen oft schwer gemacht, so erzählt es manch ein Betreiber und dennoch konnten die Anbieter immer wieder Wege und Möglichkeiten finden, das eigene Angebot zu präsentieren.

über einen längeren Zeitraum mussten solche Etablissements nie wirklich geschlossen werden, erzählt einer der Anbieter, der unerkannt bleiben möchte. Oft wurden Probleme mit Schließungen von Wetthäusern einfach mit einem Besitzerwechsel am nächsten Tag geklärt.

Im Jahr werden mehr als drei Milliarden Euro in die Sportwetten investiert. Spieler glauben mit den Sportwetten das große Geld zu machen, doch Suchtexperten sehen das anders. Hier lautet die Aussage eindeutig, dass mit Sportwetten keine Finanzierung des eigenen Lebens möglich sei.

Während bei den privaten Anbietern mit Milliarden Euro Einsätzen gerechnet wird, verdient die staatliche Sportwette Oddset etwa 185 Millionen Euro, die als Einsätze in die Kassen der Institution fließen. Die Umsätze der privaten Wettanbieter belaufen sich pro Jahr auf etwa 300 Millionen Euro, die restlichen Gelder aus den Einsätzen gehen meist in Form von Gewinnen wieder zurück an die Spieler.