So sollten nun eigentlich die Bauarbeiten im Palais Schwarzenberg, im Prater und in Bruck an der Leitha beginnen, doch diese verzögern sich jetzt enorm. Grund für die Verzögerung ist die Beanstandung der ausgegebenen Lizenzen durch den ehemaligen Monopolisten Casinos Austria, der bei dieser Lizenzvergabe wider erwarten leer ausgegangen war.

Die Casinos Austria heben nun, einige Tage nach der Lizenzvergabe in Wien, die Kanzlei Lansky, Ganzger & Partner beauftragt den Bescheiden zu wiedersprechen. Auch die Lizenznehmer die Gruppe Stadtcasino Baden/Gauselmann (Projekt Palais Schwarzenberg) und die Novomatic (Casinos im Prater und in Bruck/Leitha) gehen rechtlich in Stellung und haben die Kanzlei Specht und Böhm sowie Schönherr für die bevorstehenden Verhandlungen eingesetzt.

Bei den Lizenznehmern für Wien und Niederösterreich kommt nun der Eindruck auf, dass es den Casinos Austria lediglich um Schindung von Zeit gehe, da davon auszugehen sei, dass an der Lizenzvergabe auch vor Gericht nichts mehr geändert werden kann. Durch die Beschwerdeeinreichung jedoch haben die Casinos Austria bereits erreicht, dass die Baumaßnahmen an den Standorten vorerst nicht beginnen können und somit vorangekündigte Eröffnungsfeiern voraussichtlich nicht zum angesetzten Termin stattfinden werden.

Zeitverzögerung mit Folgen

Die Zeitverzögerung sorgt nun nicht nur bei den Glücksspielkonzernen Novomatic und der Stadtcasinos Baden AG für Aufregung, auch für die Stadt bringt der Aufschub der Baumaßnahmen negative Folgen mit sich. Die Spielbankenabgabe wird durch die Bauverzögerung in diesem Jahr viel geringer ausfallen, als die bisher angepeilten Erwartungen. Eigentlich sollten die Projekte noch in diesem Jahr realisiert werden, sodass die neuen Etablissements zum Ende des Jahres ihre Pforten hätten öffnen können.

Durch die Verhandlungen vor Gericht sind jedoch die Eröffnungstermine nicht einhaltbar und somit fallen auch die Spielbankenabgaben sowie die Einnahmen in den noch nicht gebauten Etablissements weg. Dia Baumaßnahmen werden nun, trotz Baugenehmigung, erst einmal aufgeschoben, bis eine Entscheidung vor Gericht gefallen und die Lizenzvergabe sicher sei, so heißt es von Seiten der Glücksspielkonzerne.