Die Bekanntmachung in Bezug auf Spielbanken, Lotterien und Poker Casinos beginnen im kommenden Juni, es soll eine neue Spielerschutzstelle im Finanzressort eingerichtet werden.

Der Finanzstaatssekretär österreichs möchte bis Juni die Bekanntmachungskriterien festsetzen und dann die heiß ersehnte Zuteilung der Zulassungen für 15 anstelle von bisher 12 Casinos, eine Lotterie und ein Poker Casino beginnen.

Der Entschluss soll Ende des folgenden und Anfang des übernächsten Jahres gefällt werden. Der Staatssekretär gibt an, dass man dabei zahlreiche vorsichtige Punkte beachten müsse, dazu gehöre auch das Urteil des EuGH im Hinblick auf die Lotterien, das im Januar gefällt werden soll.

Es steht aber fest, dass die Zulassungen, die bislang nur an die Casinos Austria und deren Lotterien gingen, nicht zur Versteigerung bereitstehen sollen, auch wenn österreich dadurch Einiges durch die Lappen geht.

Der Staatssekretär gibt hier als Grund an, dass bei einer Versteigerung der Meistbietende im Mittelpunkt stehe, dieser aber sicher nicht zwangsläufig auch den besten Spielerschutz garantiere.

Die Bewerber müssen sich dies Einiges kosten lassen, denn für die Dokumente müssen 10.000 Euro gezahlt und für den Zuschlag für eine Lizenz 100.000 Euro entrichtet werden.

Das Finanzministerium möchte im Hinblick auf den Spielerschutz neue Methoden etablieren, seit Anfang Dezember hat man eine Stelle zum Spielerschutz eingerichtet, welche von einer Suchtexpertin, die damals im Gesundheitsministerium tätig war, geleitet wird.

Der Posten ist zuerst mit einer Million Euro dotiert und soll auf dem Fundament neuer Fakten bei der Beratung und Therapierung der Suchtkranken hilfreich zur Seite stehen.

Den Fakten den Anton-Proksch-Insituts zufolge weisen drei bis vier der Bewohner des Landes eine Suchtgefährdung auf und ein bis zwei Prozent sind der Spielsucht anheim gefallen.

Die neue "SOKO Glücksspiel" konfiszierte seit August bereits über 250 ungesetzliche Automaten und über 88 weitere Spielgeräte wie beispielsweise Pokertische. Bislang machte man in sieben Bundesländern Razzien und über 100 Strafanzeigen.