In verschiedenen Studien wurde bereits getestet, wie ernst die deutschen Spielhallenbetreiber es mit ihrer Verantwortung nehmen. Im Spiegel wurde ein solches Experiment veröffentlicht. Hierbei gaben sich Studenten als Spieler aus, wovon einige so tun sollten, als seien sie der Spielsucht verfallen.

Im Normalfall sind die Mitarbeiter in Etablissements wie diesen darauf geschult Anzeichen zu erkennen und den Spielern Hilfe anzubieten. Bei dem Test jedoch reagierten nur in 6 von 112 Fällen die Angestellten angemessen. Auch auf direkte nachfrage von Seiten der Spieler, gab es zum Teil nur unnütze Antworten.

Spielerschutz zu wenig gewährleistet

Es gibt Maßnahmen, die vom Gesetz gefordert werden, um die Spieler vor problematischem Spielverhalten und somit auch vor der Spielsucht zu schützen. Studien wie die des Spiegels zeigen jedoch deutlich auf, dass die Präventionsmaßnahmen nicht entsprechend durchgeführt werden und auch Hilfsangebote werden in vielen Fällen zu selten präsentiert.

Ein Grund hierfür ist nach Expertenmeinung die Geldgier der Betreiber, die sogar lieber auf Kosten der Kunden entsprechend Einnahmen generieren, anstatt hier der eigenen Verantwortung des Spielerschutzes nachzukommen.