Rösler hatte mit der Verordnung zur Regulierung von Geldspielautomaten die Gesetzgebung vorgelegt, doch nun schreitet die FDP-Politikerin ein und sieht eine Verschärfung des Gesetzes vor. Mit diesem Vorgehen stellt sie sich gegen die Vorgaben von Rößler.

Nach der Auffassung von Dyckmans würde die Regulierung von Rößler der Automatenindustrie freie Hand lassen und damit würde die Suchtgefahr weiterhin anwachsen. Da die Politikerin sich grundlegend für die Einschränkung von Süchten, somit auch für die Einschränkung der Spielsucht einsetzt, sieht sie hier Handlungsbedarf. Im Konkreten seien Einschränkungen bzw. sogar grundlegende Verbote von Punktespielen notwendig, um hier die Suchtgefahr bedeutend einzuschränken, so die Bundesdrogenbeauftragte.

Die Gefahr, die für Spieler von den Spielautomaten ausgeht, ist am höchsten, dies beweisen einige Umfragen und Statistiken. Im Vergleich sind durch Spielautomaten die meisten Personen krankhaft spielsüchtig geworden. Die Nachfrage nach diesen Glücksspielangeboten ist sehr hoch und aus diesem Grund sind die Spielhallen in den vergangenen Jahren immer mehr geworden, die Flut schien kaum stoppbar.

Für die Automatenbranche herrschen natürlich in den verschiedenen Bundesländern Regelungen und Regulierungen, dennoch sehen viele Experten hier noch eine Lücke im Gesetz, denn viele sind überzeugt davon, dass mehr Einschränkungen die Spielsucht bei den Gamern enorm eindämmen könnten. Die vorherrschenden Regelungen können derzeit noch sehr einfach von der Automatenindustrie ausgetrickst werden. Wenn zum Beispiel nach Geldeinwurf der Betrag direkt in Punkte umgewandelt wird, haben maximale Verlustvorgaben und Höchstgewinne keine Chance, da in Punkten gerechnet wird.

Als Maximalverlust ist pro Stunde ein Betrag in Höhe von 80 Euro festgelegt. Dieser Betrag kann jedoch durch das Punktespiel umgangen werden, da schnellere Spielfolgen möglich sind und dadurch auch höhere Verluste entstehen können. Für die Suchtexperten ist die Sachlage klar, das Punktespiel, was als Trick angesehen wird um die Gesetze zu umgehen, sollte komplett verboten werden. Die gewünschte Spielverordnung wurde allerdings vom Wirtschaftsministerium nicht aufgegriffen, von Seiten des Ministeriums wird es damit gerechtfertigt, dass durch ein Verbot nur neue Tricks mit anderen Wertsystemen eingeführt werden könnte, daher würde das bestehende Gesetz so bleiben wie es ist.

Dyckmans ist diese Rechtfertigung nicht begreifbar und daher versuche sie laut eigenen Angaben weiterhin dafür zu sprechen, dass das Punktsystem abgeschafft werden müsse. Laut eigener Aussage habe das Gesundheitsministerium bereits ein Mitspracherecht und durch die Grünen bestärkt erhoffe sie sich in Zukunft etwas ändern zu können und die Spieler vor der Spielsucht langfristig bewahren zu können.