Doch statt dass die Skandale nun abbrechen, gibt es immer wieder neue Schlagzeilen rund um Westspiel. Aktuell wird den landeseigenen Casinobetreiber vorgeworfen, öffentliche Gelder verschwendet zu haben. Angeblich sollen eben diese Gelder für Gruppenreisen nach Las Vegas für die Führungskräfte ausgegeben worden sein. Nach Angaben von Westspiel seien diese Reisen für den Besuch auf der Branchenmesse "G2E" notwendig gewesen, inoffiziell ist jedoch die Rede von kostspielen Show- und Galabesuchen.

Die NRW-Glücksspielgesellschaft steht weiterhin in der Kritik. Während teure Reisen nach Las Vegas finanziert worden sein sollen, nehmen die NRW Spielbanken nichts mehr ein und kosten das Land viel Geld. Wenn es um die Ausgaben geht, dann scheint Westspiel gut dabei zu sein, denn zuletzt war auch von einer Betriebsfeier im Wert von 7.000 Euro die Rede.

Gelder, die in Anbetracht der ernsten Situation wohl eigentlich nicht ausgegeben werden sollten. Während Ausgaben für das Vergnügen getätigt werden, leiden die NRW Spielbanken an enormem Besucherrückgang. Dramatische Dauerverluste stehen für die Spielbanken in Duisburg, Dortmund, Aachen, Bad Oeynhausen, Bremerhaven und Bremen auf der Tagesordnung. Eigentlich wäre es wohl an der Zeit, dass der Betreiber Westspiel den Notfallplan starten könnte.

Drohende Pleite für Westspiel

Trotz der eindeutigen Signale, wird das Geschäft von Westspiel weiterhin schöngeredet. Es soll eine Spielbank in Köln eröffnet werden, die das Casinogeschäft in NRW retten soll. Kleine Umsatzsteigerungen sollen den Menschen Auftrieb geben, die überzeugt davon sind, mit ihren Steuergeldern das persönliche Vergnügen der Chefetage von Westspiel zu finanzieren. Bisher dominieren die negativen Schlagzeilen, auch in Bezug auf die Einnahmen des Unternehmens.

Die Konkurrenz aus dem Internet ist mitunter eines der größten Probleme, nicht nur für die Spielbanken in NRW, sondern auch für Casinos in anderen Regionen. Ob eine einzelne Spielbank, die erst gebaut werden müsste, tatsächlich die finanzielle Lage bessern würde, ist zu bezweifeln.