Bei dem Betrug arbeiteten Spieler und eingeweihte Croupiers am Roulettetisch zusammen. Beim Roulettespiel wurden von den Spielern ?Spätannoncen? einberufen. Diese konnten ausschließlich durch den Dealer gesetzt werden. Durch die undeutliche Aussprache der nachgezogenen Wette, hatte der Croupier viel Spielraum und konnte den nachträglichen Einsatz erst dann setzen, wenn der Roulettekessel bereits schon fast zum Stehen gekommen war. Durch den Einsatz auf das Gewinnerfeld konnten die Betrüger sich einen sicheren Gewinn an Land ziehen.

Die Verhandlung vor Gericht lief anders als wahrscheinlich erwartet und die Spieler, konnten sich über eine für sie positive Entscheidung von Seiten des Gerichts erfreuen. Die Entscheidung zu Gunsten der Spieler erfolgte aufgrund fehlender Nachweise. Die ergaunerten Gelder konnten nur teilweise sichergestellt werden und die geklaute Summe konnte deshalb, zumindest nicht in dieser Höhe, nachgewiesen werden. Die Betrüger wurden lediglich zu einer Bewährungsstrafe und Bußgeldern verurteilt und konnten nach der Verhandlung das Gericht wieder verlassen. Mit großer Wahrscheinlichkeit hatte das Casino sich ein anderes Verhandlungsende erhofft.

Das Casino hatte einige der Betrügereien per Videoaufzeichnung als Beweis aufgehoben, jedoch konnten eben nicht alle der 83 Aufzeichnungen vor Gericht verwertet werden. Vor Gericht hatten somit die Geständnisse der Angeklagten den größten Wert und der Richter orientierte sich an eben diesen Aussagen. Die Strafen sind durch diese Vorgehensweise wohl weit milder ausgefallen. Insgesamt dauerte die Verhandlung nur sieben Tage lang, bis das Gericht zu einer Entscheidung gekommen war. Die Bußgelder belaufen sich auf eine Höhe zwischen 700 und 3.00 Euro, vergleichsweise gering In Bezug auf das ergaunerte Vermögen.