Der Spieler zinkte die Karten in einer simplen Variante, nämlich mit einem leichten Knick, um so zu wissen, um welche Karte es sich handelt. Jedes Mal, wenn der Spieler eine Karte in die Hand bekam, versah er diese mit einem leichten, unauffälligen und damit auch einzigartigen Knick, der ihm im Laufe des Spiels dann verriet, wann welcher Spieler, welche Karte auf der Hand hielt.

Mit diesem einfachen aber effektiven Trick, mit dem der Spieler aus Rumänien die Karten in den Casinos zinkte, schaffte er es, mehrere Casinos um zehntausende Pfund zu betrügen. Lange Zeit blieb der Betrug unentdeckt, bis die Polizei dem Betrüger auf die Schliche kam. Nicht nur beim Pokerspiel selber verstand der Rumäne es zu betrügen, auch schaffte er es in Casinos zu spielen, in denen er eigentlich Hausverbot hatte. Hierzu bediente er sich gefälschten Führerscheinen und Personalausweisen, um auf diese Weise Zutritt zu den Casinos in Großbritannien zu erhalten. Die Polizei kam dem 61-jährigen Betrüger auf die Schlichte und setzte der Betrügerei somit ein Ende.

Pokerbetrüger auf der Flucht

Der Pokerbetrüger Lacatos kam lange Zeit mit seiner Masche durch, allerdings wurden im Casino "Playboy Club" die Mitarbeiter auf die gezinkten Karten aufmerksam. Dies wurde von den Angestellten sofort der Polizei gemeldet und ein Bild des Betrügers wurde direkt an die Casinos des Landes herausgeschickt. Der Betrüger befand sich zunächst auf der Flucht, wurde allerdings im März 2014 in Northampton gefasst. Hier gestand der Spieler den Betrug in 14 Fällen und gab zu über vier gefälschte Pässe zu verfügen.

Wie viele Betrugsfälle der Spieler tatsächlich durchführte konnte nicht nachvollzogen werden. Der Betrüger sollte vor Gericht der Verhandlung beiwohnen, tauchte dort jedoch im Mai 2014 nicht auf. Der Spieler befand sich erneut auf der Flucht und wurde am Flughafen Luton geschnappt, als er gerade das Land verlassen wollte. Unterdessen hatte der Spieler erneut Casinobetrug begangen, denn er wurde mit 3000 Dollar Bargeld und neuen, gefälschten Pässen geschnappt. Im März dieses Jahres soll der Gauner sich nun vor Gericht verantworten, wenn er unterdessen nicht erneut die Flucht antritt.