Vorgesehen war es, dass Griechenland die mit dem Binnenmarkt unvereinbare Beihilfen von drei griechischen Spielbanken und von Aluminium of Greece S.A. zurückzufordern solte. Trotzdem die Kommissionsbeschlüsse laut ausgesprochen wurden sind die Beihilfen bis heute nicht in voller Höhe zurückgezahlt worden. Die Europäische Kommission hat aufgrund dessen nun Klage gegen Griechenland eingereicht.

Im Falle Griechenlands haben die Subventionen dazu geführt, dass Unternehmen wettbewerbsverzerrende Vorteile erhalten haben. Aus eben diesem Grund müssen diese schnellstmöglich zurückerstattet werden. Die Regelungen müssen besonders in dieser Hinsicht eingehalten werden, um so die gleichen Ausgangsbedingungen für alle beteiligten zu wahren. Bei den Spielbanken wurde die Rückforderung im Jahr 2011 aufgrund von steuerlicher Ungleichbehandlung zurückgefordert.

Während die privaten Spielcasinos im Jahr 2009 eine Eintrittssteuer in Höhe von 12 Euro pro Besicher abführen musste, hatten die staatlichen Spielbanken lediglich eine Steuer in Höhe von 4,8 Euro auf die Eintrittsgelder jedes Gasts zu entrichten. Da hier eine Begünstigung bestimmter Spielbanken eintraf, wurden die Gelder von Seiten der Europäischen Kommission im Jahr 2011 zurückgefordert, doch bis heute ist diese Rückforderung nicht zu 100 Prozent erfüllt worden.

Die Rückforderung im Jahr 2011 betrifft auch Aluminium of Greece, denn die Beihilfen seien mit dem Binnenmarkt unvereinbar, so entschied die Kommission. Die Aluminium of Greece hatte Beihilfen in Form von vergünstigten Stromtarifen erhalten. Diese Beihilfen sollten nun bis heute zurückgezahlt werden.

Nachdem jeweils der Beschluss der Rückzahlung getroffen wurde hatte Griechenland als europäischer Mitgliedsstaat vier Monate Zeit, um diesen umzusetzen und die Gelder in Form von Rückzahlungen einzufordern. Da diese Rückzahlungen jedoch bis heute nicht vollständig getilgt wurden hat die Europäische Kommission nun Klage gegen den Mitgliedsstaat Griechenland eingereicht.