Besonders wenige Spielhallen sind in den Bezirken Steglitz-Zehlendorf und Lichtenberg sowie in Treptow-Köpenick zu finden. Ein Grund für diese Entwicklung sei nach Angaben von Experten das Berliner Spielhallengesetz. Anfangs wurde erwartet, dass die Betreiber die Gesetzgebung umgehen würden, indem sie in normale Gaststätten oder Cafe-Casinos ausweichen würden, allerdings ist auch die Anzahl der sonstigen Aufstellorte im vergangenen Jahr im Vergleich zum Vorjahr abgesunken.

Trotz der abnehmenden Anzahl an Spielhallen sind die Umsätze des Staats angestiegen. Es gibt zwar ein eingeschränkteres Angebot an entsprechenden Etablissements, dafür würde dieses Angebot von den Spielern jedoch intensiver genutzt werden. So kommt es auch, dass die Betreiber, die aktuell noch auf dem Markt präsent sind, von der Verminderung der Spielhallenanzahl profitieren.

Das Einspielergebnis pro Spielgerät sei seit 2013 angestiegen und somit sind im Jahr 2014 im Vergleich zum Vorjahr 600.000 Euro mehr Einnahmen in Form von Vergnügungssteuer beim Land Berlin eingegangen. Auch in diesem Jahr rechnet der Senat mit weiter angestiegenen Steuereinnahmen aus dem Spielhallenbetrieb.

Vermehre Kontrollen dämmen das Angebot ein

Nach der Einführung des Berliner Spielhallengesetzes wurden vermehrte Razzien durch die Behörden durchgeführt. Die Polizei kontrollierte im letzten Jahr insgesamt 805 Etablissements, wobei 980 Verstöße gegen das Spielhallengesetz und die Spielverordnung festgestellt wurden.

Die verschärften Kontrollen und das Feststellen von Straftaten und Ordnungswidrigkeiten führten dazu, dass sich die Anzahl der Spielhallen in Berlin bereits reduzierte. Im Jahr 2016 endet die übergangsfrist für die Spielhallen und dann müssen alle Spielhallen ihre Türen schließen. Neue Lizenzen erteilt die Regierung dann nur noch unter strengen Auflagen.