Bei dem Schachspiel geht es um Können und nicht um Zufall und trotzdem kam es in der Vergangenheit schon häufiger vor, dass der Favorit in einem Turnier verlor und der Außenseiter den Sieg nach Hause holte. In der heutigen Zeit erinnert das Schachturnier an eine Lotterie, so die Meinung der Schachspielerin Yifan Hou, die aus dem WM-Zyklus der Frauen ausgestiegen ist.

Turnierformat beim Schach zwischen 1997 und 2004:

– gleiche Figuren und gleiche Regeln

– kurze K.O.-Runden

– Mini-Matches mit Ausscheiden bei Matchverlust

– Schnell- und Blitzpartien bei Gleichstand

– üppige Preisgelder

Die schnelllebigen Schachturniere wurden eingeführt, weil der Weltschachverband die langen Wettkämpfe nicht mehr für zeitgemäß hielt, sehr zum Ärger der Schachprofis. Diese empfanden das Turnierformat als Lotterie, was ziemlich unpassend sei, da Schach ja eigentlich kein Glücksspiel wäre. Im Jahr 2006 wurde dann entschieden, zu dem Wettkampfsystem bei der Weltmeisterschaft zurückzukehren.

Das K.O.-System gibt es nebenher weiterhin, läuft jedoch unter dem Titel World Cup. Nun wird aus der Weltmeisterschaft quasi ein Mix aus Wettkampfsystem und K.O. Runden gemacht. Weiterhin gibt es von Seiten der Profispieler Beschwerden über diese Art und Weise und daher ist es auch kein Wunder, dass eine Spielerin wie Yifan Hou aus dem aktuellen WM-Zyklus ausgetreten ist, da sie nach eigener Aussage keine Lust mehr auf dieses Hin und Her haben würde.