Die Kritik von Arp richtet sich in erster Linie gegen den Landesvorsitzenden der SPD in Schleswig-Holstein, Ralf Stegner. Dieser hatte sich in den vergangenen Monaten als Zugpferd herausgearbeitet und Arp bezeichnet ihn während seiner Kritik als blinden Bulldozer.

Weder Regelungen noch Gesetze und Wünsche werden von dem SPD Politiker beachtet, sondern dieser verfolge in rasantem Tempo die eigenen Ziele, ohne Rücksicht auf Verluste. Die anderen Politiker schließen sich an, ohne dabei an die Folgen zu denken und auch der Ministerpräsident des Landes greift offensichtlich nicht ein, so lautet die Kritik des CDU Politikers Arp.

Arp scheint laut eigener Aussage fassungslos zu sein. Vor allem Unverständnis macht sich bei dem Politiker breit, da die neue Regierungskoalition sich dem Glücksspieländerungsstaatsvertrag nun angeschlossen habe, ohne dabei auf die Risiken und Gefahren einzugehen. Arp machte mehr als einmal deutlich, dass der Glücksspielstaatsvertrag in bestehender Form die Anzahl der Spielsüchtigen innerhalb der letzten sechs Jahre verdreifacht hätte und dennoch verfolge Stegner weiterhin sein Ziel, scheinbar ohne Rücksicht auf Verluste.

Von Seiten der neuen Regierungskoalition selbst wird der Beschluss mit der Thematik der Suchtbekämpfung gerechtfertigt, obwohl die Zahlen von Statistiken laut Arp eine ganz andere Sprache sprechen. Ein weiterer Rechtfertigungsgrund von Stegner ist bekanntermaßen die Bekämpfung der Geldwäsche, und dies obwohl der Innenminister des Landes selbst dargelegt hatte, dass unter kontrollierter Lizensierung Geldwäsche enorm eingeschränkt werden könnte.

Der Kampf gegen die Kriminalität und die Geldwäsche könnte unter dem Glücksspieländerungsstaatsvertrag jedoch laut Arp nicht weiterhin verfolgt werden. Sogar die Europäische Kommission hatte sich gegen den Glücksspieländerungsstaatsvertrag ausgesprochen und das von FDP und CDU initiierte Glücksspielgesetz sogar als Vorreitergesetz bezeichnet.