Aufgrund bereits existierender oder drohender Leerstände im Gewerbe- und im Mischgebiet, welches sich zwischen der Flughafenstraße und dem Werzenkamp befinden, haben die Genossen Angst, dass in diesem Gebiet Spielhallen errichten werden sollen.

Dies stand in dem Dringlichkeitsantrag der Sozialdemokraten. Besonders die Gegend Scharnhorst-Ost sei ein sozialer Brennpunkt mit vielen Problemen, welche durch die Etablierung von Spielhallen noch verschlimmert würden. Man könne sich nicht denken, dass Spielhallen zum Wohle des Bezirks sind. Besonders im Bereich der Droote habe in der letzten Zeit bereits einen Sack voller Probleme, so der Bezirksbürgermeister.

Der FDP-Abgeordnete Gerber sagte darauf, dass ein solcher Antrag seine Richtigkeit habe. In Bezug auf die Rechtslage müsse allerdings noch Manches überprüft werden. Sofern ein Interessent diesbezüglich bereits eine Vorantrag gestellt habe, könnten Regressansprüche gegen die Stadt geltend gemacht werden. Dies solle nun überprüft werden, bevor die Stadt danach zahlen müsse, so Gerber. Für die Sorgen seines Vorredners hatte der SPD-Abgeordnete Pasterny wenig übrig. Man wisse doch nicht einmal, ob da überhaupt bereits etwas gestellt werde.

Zudem sei dies nicht ihr Problem. Das Rechtliche sei in der Zuständigkeit der Verwaltung, so Pasterny. Der Dringlichkeitsantrag der SPD, welcher von der Verwaltung verlangt, einen allgemeinen Ausschluss von Casinos im Rahmen des Bebauungsplan Scha 120 zu genehmigen, wurde im Meeting der Bezirksvertretung mit einer Gegenstimme und zwei Enthaltungen gestattet.