Der Grund für die sinkenden Einnahmen in den Schweizer Spielbanken ist nach Angaben der Eidgenössischen Spielbankenkommission (ESBK) die Konkurrenz aus den umliegenden Ländern. Die Bilanz des vergangenen Jahres zeigt auf, dass die Einnahmen noch geringer ausgefallen wären, gäbe es nicht die neuen Casinos in Zürich und Neuenburg, welche erst am Ende des Jahres 2012 eröffnet wurden.

Die Haupteinnahmen aus dem Glücksspiel werden in der Schweiz mit Spielautomaten generiert. Mit den Tischspielen würden grundsätzlich weniger Einnahmen generiert werden, auch wenn die Einnahmen aus den Tischspielen im vergangenen Jahr höher ausgefallen seien als im Vorjahr. Mit dem Rückgang der Spielbankeneinnahmen sind auch die Steuereinnahmen des Landes enorm gesunken, denn die Spielbankenabgabe ist im vergangenen Jahr noch geringer ausgefallen, als im Vorjahr.

Die Spielbanken in der Schweiz müssen entsprechende Sozialkonzepte vorweisen, die durch die Eidgenössische Spielbankenkommission zweimal pro Jahr kontrolliert werden. In diesen Sozialkonzepten ist festgelegt, dass Spielersperren ausgesprochen werden müssen, sobald Gäste vor Ort ein pathologisches Spielverhalten aufweisen. Auch gehört die Bekämpfung von Geldwäsche zu den Aufgaben der Casinos, die diesbezüglich ihre Sorgfaltspflichten zur Bekämpfung der Geldwäsche erfüllen müssen.

Illegales Glücksspiel gibt es auch in der Schweiz und nach den Untersuchungen der ESBK seien diese vermehrt in Restaurants und anderen öffentlichen Einrichtungen aufgetaucht. Hier werden zum Teil illegale Geldspielgeräte aufgestellt, die zudem eine große Konkurrenz für die Spielbanken darstellen.

Im Frühjahr des vergangenen Jahres wurden von Seiten der Spielbanken hohe Verluste bei den Tischspielen eingespielt. Grund hierfür sei veraltetes Spielmaterial gewesen, durch welches der Betrug für die Spieler einfacher wurde. Die betroffenen Spielbanken erhielten daher im vergangenen Jahr die Auflage, Maßnahmen zu ergreifen, um diese Lücke auszubessern und so höhere Verluste zu vermeiden.