Im Osten der Bundesrepublik ist der kommende Glücksspielvertrag Gegenstand heftiger Debatten, aber in Norden des Landes macht man hieb- und stichfeste Pläne.

In Kürze will das nördlichste Bundesland eine Gesetzesvorlage absegnen, diese beinhaltet eine großzügige Liberalisierung von Sportwetten und virtuellen Spielstätten, so will man dem Schwarzmarkt den Garaus machen.

Der stellvertretende Vorsitzende der CDU sagte, dass der Plan im Landtag sehr bald grünes Licht erhalten soll. Wenn dieses Gesetz verabschiedet wird, dann sind die restlichen 15 Bundesländer in der Bredouille.

Dieser Einzelkampf hätte zur Konsequenz, dass auch die neuen deutschen Bundesländer, wenn es um die Sportwetten geht, den Kürzeren ziehen. Dies heißt, dass die Erträge aus Gewinnen von Lotto, Oddset und Co. für die Landeskassen dieser Bundesländer noch magerer ausfallen werden.

Doch im Osten des Landes gibt es noch keine Lösung aus politischer Sicht. Ein neuer Glückspielvertrag, der im kommenden Jahr gültig werden soll, kann in diesem Zeitraum nicht mehr umgesetzt werden.

Die Europäische Kommission war mit der letzten Gesetzesvorlage, die die Länderchefs erarbeiteten, nicht einverstanden, Grund: Er läuft den juristischen Vorgaben der EU zuwider.

Das Nordlicht ist nun der Silberstreif am Horizont für Wettbetreiber aus dem privaten Bereich. Die Wetten im Bereich Fußball haben aktuell eine große Resonanz in der Bundesrepublik zu verzeichnen. Der EuGH in Luxemburg erklärte das Monopol in Bezug auf Glücksspiel zu Beginn 2011 erneut für unrechtmäßig.

Fußballfans setzen nun ihre Tipps bei Betreibern, die außerhalb der Bundesrepublik arbeiten, andere Märkte können bei diesem Zuwachs nicht mithalten.