Wegen massiver Gewinnrückgänge in Bezug auf die Sportwetten seitens des Staates, seiner Lotterien und Spielbanken hat das Bundesland Schleswig- Holstein nun vor, den deutschen Markt im Bereich Glücksspiel wenn notwendig ohne die anderen Bundesländer für Privatbetreiber zugänglich machen.

Wenn sich die 16 Ministerpräsidenten am 15.12. auf keine sinnvolle Lösung einigen können, dann wie die Regierung in der Landeshauptstadt Kiel am folgenden Tag einen passenden Gesetzesentwurf im Landtag vorlegen. Im kommenden Jahr will man die ersten Zulassungen an die Wettgesellschaften privater Natur und an die Online Casinos vergeben, dieses sollen dann übernächsten Jahr ihren Betrieb aufnehmen können.

Der Fraktionschef der FDP in Kiel, sagte, dass es nur zwei Möglichkeiten gebe, die Einigung auf Bundesebene oder ein Alleingang des oben genannten Bundeslandes. Doch mehrere Bundesländer wollen informell dieses Vorhaben auch durchführen und der Fraktionschef ist der Ansicht, dass Schleswig-Holstein dann nicht auf verlorenem Posten steht.

Die Gewinne der Sportwetten Einrichtungen Oddset und Toto sind laut Insiderinformation um mehr als die Hälfte auf rund 240 Millionen Euro gesunken. SKL und NKL mussten einen Verlust von mehr als einer halben Milliarde Euro hinnehmen.

Die Gewinne der staatlichen Spielbanken gingen von 530 auf 350 Millionen Euro zurück, während die Online Casinos aus dem Ausland mithilfe des World Wide Web mehr Gewinne als die deutschen Spielbanken einfahren, so sieht es der Geschäftsführer der Spielbanken in Schleswig Holstein.

Die Spielbanken sollen deswegen endlich Online Angebote freischalten dürfen. Die Genehmigung von Privatwetten in der Bundesrepublik soll nach den Vorhaben mehrerer Bundesländer, die von der Union regiert werden, mit harten Kriterien einhergehen.

So soll Betrug vermieden werden. Man plant, dass beim Fußball und anderen sportlichen Aktivitäten lediglich Wetten auf Spiele der ersten und dritten Liga gesetzt werden dürfen. Man will auch, dass Spieler, Trainer und Schiedsrichter und alle die mit Spiel verbunden sind, keine Spielerlaubnis bekommen, besonders die Vereinsfunktionäre nicht.

In einem Gesetzesentwurf werden diesbezüglich auch Masseure erwähnt. Anbieter von privaten Wetten will man verpflichten, unnormale Tippmuster und Wettmuster genau unter die Lupe zunehmen und die entsprechenden Behörden bei einem Verdacht in Anspruch zu nehmen.

Die Wettunternehmen sollen außerdem den Staatsanwaltschaften auf Anfrage alle Details in Bezug auf die eingebundenen Kunden liefern. Diese Details sollen verpflichtend fünf Jahre im System bleiben, um diese im Falle eines Verdachts anwenden zu können.