Wie schon seit einiger Zeit sorgt das eigens in Schleswig-Holstein verabschiedete Glücksspielgesetz weiterhin für Aufregung.

Nachdem das Bundesland auf eigene Faust ein Glücksspielgesetz verabschiedet hatte, in welchem geregelt wurde, dass ab dem nächsten Jahr sowohl Sportwetten Anbieter als auch Anbieter von Online-Glücksspiel in Schleswig-Holstein Lizenzen erhalten können.

Auch der Vertrieb von Lottospielscheinen soll für private Anbieter in Schleswig-Holstein zukünftig erlaubt sein. Nicht nur bei den anderen 15 Bundesländern stieß dies sauer auf, sondern auch bei dem Deutschen Lotto- und Totoblock (DLTB).

Der DLTB hatte mehrfach angekündigt das Bundesland Schleswig Holstein auszuschließen. Dies scheinen die verantwortlichen Politiker in Schleswig-Holstein jedoch für leere Drohungen zu halten. Es gäbe keine rechtliche Grundlage, um einen solchen Schritt zu rechtfertigen, so FDP-Fraktionschef Wolfgang Kubicki und der stellvertretende CDU-Fraktionschef Hans-Jörn Arp. Daher müsse das Bundesland sich um einen Ausschluss keine Sorgen machen, so die Politiker.

Angeblich sollte es eine Prüfung des Ausschlusses von Seiten des DLTB geben. Nachdem bereits darüber berichtet wurde, gab ein Sprecher des DLTB nun an, dass keine Beschlüsse festgelegt worden seien. Bisher scheinen die Androhungen daher tatsächlich erst einmal nur Drohungen zu sein und dies bewirkt weitere Aufregung für die Beteiligten. Der Alleingang Schleswig-Holsteins sorgt an verschiedenen Ecken und Enden für Aufsehen, Aufregung und Diskussionen und dies scheint auch noch immer nicht abzuebben.

Schleswig-Holstein scheint derweil von den Äußerungen und Drohungen verschiedener Seiten unbeeindruckt und plant weiterhin, das verabschiedete Glücksspielgesetz im nächsten Jahr geltend zu machen und als Bundesland einen liberalisierten Glücksspielmarkt anzubieten. Wie sich die Dinge entwickeln werden, wird wahrscheinlich im kommenden Jahr zu Tage treten.