Trotzdem auch die neue Regierung schon selbst nicht mehr zu 100 Prozent von dem bestehen bleiben des Glücksspieländerungsstaatsvertrages überzeugt ist, so haben diese sich dennoch für den Anschluss daran ausgesprochen, denn obwohl die EU-Kommission sich Vermutungen zu Folge gegen das Gesetz entscheiden wird, so wollte die Regierung des nordischen Bundeslandes sich in erster Linie der Gemeinschaft anschließen.

Unter der Leitung der alten Regierung hatten Wolfgang Kubicki (FDP)und Hans-Jörn Arp (CDU) denn Alleingang des Bundeslandes eingeleitet und ein eigenes Glücksspielgesetz verabschiedet, welches die liberalen Regelungen befürwortete. Mit dem Regierungswechsel wurden die Streitigkeiten über das Thema immer größer und der Politiker Ralf Stegner (SPD) fand sich im großen Clinch mit Kubicki wieder. Stegner hatte das Kieler Glücksspielgesetz von Anfang an bekämpft und Diskussionen angestiftet. Vorwürfe lautete zum Beispiel, dass die Politiker, die als Initiatoren für das Projekt bekannt waren, der Kriminalität durch die Gesetzgebung alle Türen geöffnet hätten.

Nun ist die Entscheidung gefallen und das nordische Bundesland, welches mit einem vorbildlichen Gesetz, so wie es von Seiten der EU-Kommission genannt wurde, voran geschritten war, hat Rückschritte eingeleitet und sich einem Gesetz angeschlossen, in dem nicht berücksichtigt werde, dass bereits unabhängig von der Verabschiedung des Gesetzes unzählige Menschen illegal im Internet spielten. Solche Tatsachen und Feststellungen treffen jedoch bei der neuen Regierung auf taube Ohren. Hauptsache das Bundesland finde zurück in die Gemeinschaft, so lauteten die Rechtfertigungen.

Neusten Meldungen zu Folge sollen nun vor dem Europäischen Gerichtshof EuGH in Luxemburg einige Dinge rund um den Glücksspieländerungsstaatsvertrag geregelt werden. Im Moment sei es unklar, ob dieser nicht sogar bereits jetzt geändert werden müsse, da durch den Sonderweg Schleswig-Holstein eventuell Beschränkungen aufgehoben werden müssen, um die Gesetzgebung und die Aktivitäten innerhalb des Landes möglichst einheitlich zu gestalten.

Die Lage hat sich in Schleswig. Holstein zugespitzt, denn trotz veränderter Gesetzgebung in dem nordischen Bundesland sind die ausgegebenen Lizenzen weiterhin für die nächsten sechs Jahre gültig. Trotzdem das Angebot von Online Casinos und Online Poker nach dem Glücksspieländerungsstaatsvertrag verboten sind, gibt es nun in Deutschland einige Unternehmen, die dieses Angebot derzeit noch rechtlich völlig einwandfrei präsentieren dürfen.