Nachdem die alte Regierung das Glücksspielgesetz verabschiedet hatte und bereits die ersten Lizenzen ausgegeben wurden, plant die neue Regierung nun den Alleingang zu beenden und sich dem Glücksspieländerungsstaatsvertrag der anderen 15 Bundesländer anzuschließen. Diese Schritte würden das Ende der Liberalisierung des

Sportwettenmarkts in Schleswig-Holstein bedeuten.

Am Dienstag wurde der Plan der neuen Bundesregierung, dass das Bundesland Schleswig-Holstein dem Glücksspielstaatsvertrag beitreten werde, öffentlich bekannt gegeben. Das gesamte Glücksspielgesetz soll durch die SPD geführte Koalition gekippt werden. Die schwarz-gelbe Regierung von davor hatte die Liberalisierung im nordischen Bundesland umgesetzt, jedoch scheint die neue Regierung dies immer noch für falsch zu halten und aus diesem Grund sollen nun auch andere Gesetze Vorrang haben.

Der Glücksspieländerungsstaatsvertrag für Deutschland ist am 01. Juli 2012 in Kraft getreten und Ministerpräsidenten der 15 Bundesländer, mit Ausnahme von Schleswig-Holstein, hatten hierzu ihre Zustimmung gegeben. Torsten Albig, der jetzige Ministerpräsident Schleswig-Holstein wolle nun im Nachhinein sein Eiverständnis dazu geben, sodass das Bundesland den Alleingang abbrechen und dem Glücksspieländerungsstaatsvertrag folgen wird. Bei dem Glücksspieländerungsstaatsvertrag wird das Lottomonopol aufrecht erhalten und es ist vorgesehen insgesamt nur 20 Konzessionen an Sportwettenanbieter zu vergeben, für einen begrenzten Probezeitraum von sieben Jahren.

Neben den liberalen Regelungen im Kieler Glücksspielgesetz in Bezug auf die unbegrenzte Konzessionsvergabe für private Sportwettenanbieter, sollten in dem nordischen Bundesland auch Online Poker und Online Casinos erlaubt werden. Die ersten Lizenzen wurden vor dem Regierungswechsel bereits herausgegeben doch nun wolle man dennoch mit dem Gesetz Schluss machen, so der SPD-Fraktionschef Ralf Stegner.

Auf der anderen Seite ist jedoch FDP-Fraktionschef Wolfgang Kubicki ganz anderer Meinung, der in der Opposition nun weiterhin für die liberalen Regelungen kämpfen will. Die neue Regierung gefährde seiner Meinung nach unzählige Arbeitsplätze und verstoße zudem noch gegen das geltende EU-Recht.