Die Schließungen der Spielbanken in Stralsund, Heringsdorf und Binz stehen für Mitte Mai auf dem Plan. Die Konzessionen für die Spielbanken wurden bereits europaweit ausgeschrieben und das Innenministerium befindet sich auf der Suche nach neuen Betreibern für die Spielbanken in Mecklenburg-Vorpommern.

Die Bewerbungen für die Konzessionen lassen allerdings auf sich warten. Aus Deutschland sind bisher keine Bewerbungen eingetrudelt, was deutlich macht, dass die Deutschen Betreiber wohl kein Interesse an den Spielbanken in Mecklenburg-Vorpommern haben. Die Geschäfte der Spielbanken in dem Bundesland liefen in den letzten Jahren sehr schlecht, nicht zuletzt soll dies auch an den hohen Spielbankenabgaben in Mecklenburg-Vorpommern gelegen haben.

Dies wird nun als Grund dafür angesehen, dass die deutschen Betreiber den Markt scheuen. Die Spielbanken Schwerin und Warnemünde haben bereits im vergangenen Jahr dichtgemacht, in diesem Jahr werden nun die drei weiteren Spielbanken des Bundeslandes folgen. Für die Mitarbeiter der Casinos bedeutet dies den Jobverlust, betroffen sind insgesamt 65 Angestellte vor Ort.

Die Konzessionen sind ausgeschrieben und es wird auf Bewerbungen gewartet. Die Bewerber haben noch Zeit bis zum 25. April, dann endet die Frist für den Bewerbungseingang. Das Auswahlverfahren soll sehr aufwändig sein. Experten gehen davon aus, dass das komplizierte Verfahren viel Zeit in Anspruch nehmen wird und damit nicht damit zu rechnen sei, dass der Spielbetrieb noch in diesem Jahr wieder aufgenommen werden kann.

Das Innenministerium hat es sich zur Aufgabe gemacht, mit dem Auswahlverfahren extrem auszusieben, damit nur ein begrenztes und kontrolliertes Glücksspielangebot in Mecklenburg-Vorpommern angeboten wird. Die Ausschreibungen für die Konzessionen wurden erst sehr spät ausgegeben, sodass das Bundesland unterdessen vorübergehend komplett ohne Casinos bestehen wird.