Natürlich sorgte diese Gesetzgebung für einen Aufschrei innerhalb der Glücksspielbranche. Nachdem die Diskussionen rund um dieses Thema noch immer nicht richtig abgeflaut sind, gibt es für die Spielhallenbetreiber und Glücksspielfans einen neuen Grund, Kritik zu äußern. Die Rot-Grüne Regierung hat eine Gesetzesnovelle im Landtag eingeführt, mit welcher die Schließungen von Spielhallen in Zukunft schneller von Statten gehen sollen.

Neben den Spielhallen soll es mit der Gesetzesnovelle in Zukunft auch den Wettbüros an den Kragen gehen. Die Regierung plant mit der Gesetzgebung die schnellere Schließung von solchen Etablissements durchsetzen zu können. Vorangetrieben werden soll das effizientere Vorgehen gegen Betriebe beziehungsweise einzelne Automaten, ohne landesrechtliche Genehmigung. Die Verfahren gegen illegale Wettbüros und Spielhallen dauerten in der Vergangenheit nach dem Geschmack der Regierung zu lang. Mit der Gesetzesänderung soll hier eine schnelle Vorgehensweise möglich gemacht werden.

Schnelle Schließungen und angehobener Strafrahmen

Auf die Wettbüros und Spielhallenbetriebe kommen schwere Zeiten zu. In der Vergangenheit dauerten Schließungsverfahren sehr lange. Die Regierung ist der Meinung, dass diese langen Verfahren keine wirkungsvolle Methode seien, um gegen Tätigkeiten ohne oder entgegen der Bewilligung der Landesregierung vorzugehen. Aus diesem Grund ist es der Regierung mit der neuen Gesetzgebung in Zukunft gestattet, die unmittelbare Schließung entsprechender Etablissements einzuleiten.

Gleichzeitig soll mit der neuen Gesetzgebung der Strafrahmen angehoben werden. Mit der Erhöhung des Strafverfahrens soll die Suchtprävention in Wien verbessert werden, denn angedrohte Strafen in Höhe von bis zu 22.000 Euro sollen die Betreiber zukünftig davon abhalten, ihr Glücksspielangebot vor Ort illegal zu präsentieren.