Damit bleibt nur noch der Besuch der Spielbank Lindau offen, bis der Politiker einen allgemeinen Überblick über die Spielbanken Bayerns hat. Neben dem Interesse sich vor Ort in den Spielbanken zu informieren geht es Füracker nach eigenen Angaben auch darum, ausreichend Ideen zu sammeln, um langfristig die Attraktivität der Spielbanken in Bayern steigern zu können. Der Grund hierfür sind vor allem auch die Investitionen, die in den vergangenen Jahren im Bereich des Glücksspiels von Seiten des Staates getätigt wurden und sich natürlich langfristig auszahlen sollen.

Ein ganz anderes Flair

Der Besuch in Bad Kissingen hat für den Finanzsekretär interessante Erkenntnisse mit sich gebracht:

– schöne Atmosphäre in Bad Kissingen

– anderes Flair als bei den neueren Spielbanken

– geplant ist ein Umbau des Gebäudekomplexes zum Behördenzentrum

– es sollen 37 Millionen Euro investiert werden

– durch den Umbau soll die Attraktivität weiter gesteigert werden

Temporäre Probleme durch Baustelle

Während der Finanzsekretär die positiven Ergebnisse, die aus dem Umbau resultieren, in den Vordergrund stellt, ist es schwierig für die Casinodirektion, das positive Ergebnis im Vorfeld zu betrachten. Klar ist, dass Umbauarbeiten mit Baulärm und –schmutz verbunden sind. Die Baustelle reduziert die Anzahl an Parkplätzten und der Besucherzuspruch sinkt. Dies ist eine negative Entwicklung, auch wenn diese laut Füracker nur temporär sei. Eine neue Marketingstrategie soll in Zukunft die Attraktivität aller bayrischen Glücksspielhäuser steigern. Auch in Bad Kissingen soll durch entsprechendes Marketing in Zukunft dafür gesorgt werden, dass die Spielbank über entsprechende Alleinstellungsmerkmale verfügt. Die Spielbank soll auch in Zukunft ein besonderer Ort für die Besucher sein, wo es jedoch nicht nur um das Glücksspiel geht, sondern auch abwechslungsreiche Veranstaltungen für das Entertainment der Gäste sorgen sollen.

Die Spielbanken in Deutschland, auch in Bayern, haben es in der heutigen Zeit nicht leicht. Die Besucherzahlen sinken und die Einnahmen sind rückläufig. Gründe hierfür sind die Entwicklungen des gesamten Glücksspielmarktes. Für die traditionellen Häuser gibt es viel Konkurrenz durch Spielhallen, Wettbüros und Online Casinos. In Bayern werden die Spielbanken jedoch nicht mehr einzeln betrachtet, sondern nach Angaben von Finanzsekretär Füracker als Einheit gesehen. So sorgen umsatzstarke Häuser dafür, dass auch die umsatzschwachen Häuser sich am Markt halten können. Nicht zuletzt aus diesem Grund, soll die Attraktivität von allen Häusern mit neuen Konzepten und Marketingstrategien gesteigert werden.