Wurde jedoch das erste Mal ein Gewinn verzeichnet, so bekommen die Spieler in vielen Fällen Lust auf mehr. Problematisch wird es vor allem dann, wenn auch der Verlust dazu führt, dass die Spieler mit dem Spielen nicht aufhören können, weil sie mit jedem Spiel hoffen, als nächstes doch wieder einen Gewinn realisieren zu können. Die Spielsucht ist weit verbreitet und stellt für viele Betroffene ein großes Problem dar.

Wer sich selbst in den Fängen der Spielsucht befindet, hat meist mit dem Verlust sozialer Kontakte, mit hohen Schulden und teilweise sogar mit dem kompletten Existenzverlust zu kämpfen. Während die Römer die Sucht noch mit dem Weg zum Sterben in Verbindung brachten, lässt sich dies durchaus auf die heutige Zeit übertragen, denn wer durch die Sucht alles verliert, der kann dadurch auf eine gewisse Art und Weise innerlich sterben.

In der heutigen Zeit stellt vor allem das Internet für die suchtgefährdeten Spieler eine große Gefahr dar. Die Anonymität lässt viele Spieler nicht vor dem Glücksspiel zurückschrecken. Heimlich, still und leise haben die Betroffenen die Möglichkeit, im Internet der Sucht nachzugehen und kapseln sich auf diese Art und Weise mehr und mehr von ihrer Außenwelt ab. Studien zu Folge befinden sich süchtige Spieler beim Spielen in einer Art Rausch. Durch eben diesen Rauschzustand können die Spieler, der eigenen Meinung nach, ihre alltäglichen Probleme vergessen und isolieren sich auf diese Art und Weise mehr und mehr von ihrer Umwelt, bis hin zur kompletten Isolation von der Außenwelt.

Währen die betroffenen Spieler sich so mehr und mehr abkapseln und den Bezug zu Freunden und Familie verlieren, ist in diesen Fällen nur eine Partei der Gewinner ? die Betreiber und Anbieter des Glücksspiels. Die Hersteller und Betreiber verdienen mit dem Angebot von den unterschiedlichsten Spielen ihr Geld, egal ob im Internet oder in den reellen Casinos und Spielhallen. Auch der Staat zieht in vielen Fällen einen Vorteil aus der Spielsucht, denn mit dem Glücksspiel werden zusätzliche Staatseinnahmen in Form von Steuerabgaben generiert.

Nach Angaben der Suchtberatungsstellen kommen die Spieler nur in seltenen Fällen direkt in die Institutionen, um nach Hilfe zu Fragen. Daher ist an dieser Stelle das Umfeld der Betroffenen gefragt, denn in vielen Fällen bedarf es der Einmischung durch Dritte, bis die betroffenen Spieler ihr Problem erkennen und sich in entsprechenden Suchtinstitutionen helfen lassen.